Reflexion

Ost-West-Unterschiede
Ost-West-Unterschiede

Vereinigt – aber dennoch fremd

Selbst 30 Jahre nach der Wiedervereinigung unterscheiden sich die Mentalitäten in Ost- und Westdeutschland noch. Das kann in Unternehmen leicht zu Missverständnissen und Konflikten führen. Beraterin Marion Schenk ist überzeugt: Wer mit Menschen arbeitet, sollte die typisch ost- und westdeutschen Grundtendenzen reflektieren. Nur so kann dem Anderssein mit Verständnis begegnet werden. 
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30 Jahre Wiedervereinigung wurden im Oktober gefeiert – wenn auch coronabedingt mit einem deutlich abgespeckten Festakt. Nach so langer Zeit haben sich die Einstellungen in den alten und neuen Bundesländern einander angeglichen, könnte man meinen. Doch weit gefehlt: „Deutlicher als je zuvor wird nach drei Jahrzehnten Deutscher Einheit, dass sich die Ost-West-Unterschiede nicht ausschleichen, sondern als kontrastreiche Strukturunterschiede der politischen Kultur, der Mentalitäten und der Sozialstrukturen erhalten bleiben“, meint etwa Steffen Mau, Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dieser Effekt wird von zahlreichen anderen Wissenschaftlerinnen, Forschern und Journalistinnen bestätigt.

Diese Beobachtungen decken sich mit meinen persönlichen Erfahrungen: Ich bin im Osten geboren und wurde 28 Jahre in einer Diktatur sozialisiert. Im Sommer 1989 wurde ich mit der Demokratie im Westen „konfrontiert“ und habe 25 Jahre …

Autor(en): Marion Schenk
Quelle: Training aktuell 02/21, Februar 2021, Seite 40-44
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