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Österreich: Kosten der betrieblichen Weiterbildung schwer festzustellen

In Österreich gibt es nach wie vor kein verläßliches Zahlenmaterial über die jährlichen Bildungsausgaben der Unternehmen. Je nach Berechnungsart ergeben sich Zahlen zwischen acht und fünfzehn Milliarden Schilling (etwa 1,1 bis 2,1 Millarden DM) pro Jahr. Diese Zahlenbreite ist darauf zurückzuführen, daß die angegebenen Bildungsausgaben die unterschiedlichsten Aufwendungen beeinhalten können. Üblicherweise zählen zu den Ausgaben Trainerhonorare sowie Fahrt- und Aufenthaltskosten der Mitarbeiter. In einigen Unternehmen werden aber auch Lohn- und Gehaltskosten der Teilnehmer miteingerechnet. Kommen zudem noch anteilige Kosten der Bildungsabteilung dazu, ändern sich die Ausgaben noch einmal. Die Angaben können so nicht mehr miteinander verglichen werden. Nach Erfahrungswerten von Dr. Klaus Eder, Geschäftsführer der PEF-Consulting, gliedert sich eine Vollkostenrechnung in 30 % Trainerhonorare, 25 % Reise- und Aufenthaltskosten, 25 % Lohn- und Gehaltsfortzahlungen und 20 % Fixkostenanteil der Bildungsabteilung. Vor einer solchen Vollkostenrechnung schrecken jedoch noch viele Bildungsverantwortliche zurück. Der Grund: Je höher die Bildungsausgaben, um so größer könnte die Motivation der Unternehmensleitung sein, gerade bei der Bildung zu sparen.
Autor(en): (nbu)
Quelle: Training aktuell 01/96, Januar 1996
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