Reflexion

New-Work-Beratung

Practice what you preach!

Viele Berater gehen mit der Vorstellung in Unternehmen, dass sie besser wissen, was für den Kunden gut ist, als der Kunde selbst. Besonders im Kontext von New Work steckt hierin ein großer Widerspruch: Denn während es inhaltlich um Augenhöhe geht, gibt sich der Berater auf der Prozessebene doch wieder als der Retter des Kunden. Ein Ausweg kann die prozessorientierte Beratung sein.
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'Wir wissen, was gut für Dich ist.' In welchem Kontext, könnte dieser Satz fallen? Der erste, der mir einfällt, ist Erziehung. Und zwar Erziehung im Altvorderen-Style. In vielen individuellen Beratungskontexten wird dennoch weiterhin der Kunde in genau diesem Sinne 'erzogen'. Oft punktuell, themenbezogen. Oft mit Absicherungen ('Am Ende entscheiden Sie, was Sie tun …'). Aber eben doch erzogen. Gemeinsame Annahme ist: Der Berater weiß besser, was für den Kunden gut ist, als der Kunde selbst.

Sinn macht das, wenn man eine Wissensasymmetrie zwischen Berater und Beratungskunden voraussetzt. So wird Rechtsanwälten, Ärzten, Steuerberatern und manchmal auch Versicherungsvertretern eine solche Wissensasymmetrie unterstellt. Von beiden Seiten: Kunde wie Berater gehen davon aus, dass der eine über die Sache deutlich mehr weiß als der Kunde. Daher begibt sich der Kunde mehr oder weniger vertrauensvoll oder mit mehr oder …
Autor(en): Ardalan Alexander Ibrahim
Quelle: Training aktuell 05/17, Mai 2017, Seite 44-48
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