Interaktion

Netzwerkmanagement für Institute

Erfolgreiche Partnersuche

Um sich auf dem Markt zu behaupten, setzen Weiterbildner auf Kooperationen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Doch damit die Zusammenarbeit wirklich Nutzen bringt, müssen die richtigen Kooperationspartner am Tisch sitzen – und die gemeinsame Arbeit muss klaren Regeln folgen.
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In einer Zeit enger werdender und sich schnell verändernder Märkte wird es sowohl für Bildungsorganisationen als auch für Einzeltrainer schwieriger, dauerhaften Geschäftserfolg allein zu sichern. Vernetzung und Kooperation mit anderen Organisationen sind daher Strategien, um aus unterschiedlichen, verteilten Einzelressourcen gemeinsame Stärken und Markterfolge zu entwickeln. In der Weiterbildungs-, Trainings- und Organisationsentwicklungsbranche gibt es eine lange Tradition der Kooperation: Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) zeigt, dass 66 Prozent der Volkshochschulen, 97 Prozent der Einrichtungen des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten und 77 Prozent der Organisationen im 'Arbeit und Leben'-Verbund mindestens einen Kooperationspartner haben.

So häufig die Begriffe 'Netzwerk' und 'Kooperation' in der aktuellen Diskussion fallen, so unklar ist oft, was sich dahinter konkret verbirgt und wie professionelle Kooperationen und Netzwerke gestaltet werden können. Daher zunächst eine kurze begriffliche Klarstellung: Während eine Kooperation eine realisierte Zusammenarbeit zwischen zwei oder mehr Partnern ist, handelt es sich bei Netzwerken um lockere Verbünde miteinander in Kontakt stehender Partner, aus denen sich konkrete projektbezogene oder auch längerfristige Kooperationen entwickeln können, aber nicht müssen.

Netzwerke sind – systemtheoretisch gesprochen – lose gekoppelte soziale Systeme, die im Vergleich zu Kooperationen durch ein hohes Maß an Unverbindlichkeit gekennzeichnet sind. Sie haben eine Potenzialitätsstruktur, die einer Aktualisierung in reale Kooperationen bedarf, um Wirksamkeit zu entfalten. In der digitalisierten Gesellschaft denkt man beim Stichwort Netzwerke an XING, StudiVZ, Facebook usw. Hier wird deutlich, dass Netzwerke als loses, eher virtuell existierendes Geflecht von Kontakten zu verstehen sind, die sich quasi per Mausklick herstellen lassen und die sich irgendwann möglicherweise als nützlich erweisen könnten. Die Forschung und Beratungspraxis hat gezeigt, dass diese Vorstellung von Netzwerken auch in Bildungsorganisationen verbreitet ist – bei vielen Netzwerken handelt es sich vermutlich eher um 'schlafende Kontakte', die nur in geringem Ausmaß zu nennenswerten gemeinsamen Aktivitäten führen.

Extras:
  • Erfolgreiche Kooperationen: Tabellarische Analyse der Organisationsziele und der Erfolgsfaktoren
  • Wann und wofür Netzwerke geeignet sind - und wann nicht
  • Service: Hinweis auf ein Seminar zum Thema Netzwerkmanagement sowie zwei Literaturtipps
Autor(en): Falko von Ameln und Rainer Zech
Quelle: Training aktuell 04/11, April 2011, Seite 39-42
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