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Mit der Potenzialanalyse versteckte Seiten aufdecken

'Was in den Niederlanden erfolgreich ist, kann auch für den deutschen Markt von Bedeutung sein', mag sich Matthias Siebert von Best Patterns gedacht haben, als er das R.D.A.-Modell entdeckte. Denn ab sofort bietet der Dortmunder Berater das in den Niederlanden konzipierte und dort seit einigen Jahren eingesetzte Verfahren zur Potenzialanalyse auch deutschen Personalern an. Genutzt werden kann R.D.A. (Rol Diagrammatische Aanapak, auf deutsch: Rollendiagramm-Ansatz) etwa in den Bereichen Personalentwicklung, Personalauswahl, Coaching und Outplacement.

Das Modell basiert auf acht so genannten Rollen. Grundlage für die acht Rollen sind über 30.000 Eigenschaften, die zu acht Clustern zusammengefasst wurden: selbstbewusst/diplomatisch, unabhängig/selbstständig, pragmatisch/realistisch, standhaft/organisierend, loyal/engagiert, kooperativ/zusammengehörig, kreativ/stimulierend, einnehmend/interessiert. Die Tests, die die Klienten absolvieren, sind so konzipiert, dass die Antworten der Probanden den acht Rollen zugeordnet werden können. Es gibt zwei Testverfahren, die das Potenzial der Klienten ermitteln: einen Eigenschaftentest, der die Persönlichkeit bzw. das momentane Verhalten des Klienten abbilden soll, und einen Wertetest, der verdeutlichen soll, wonach der Proband strebt. Bei Fragen der Personalauswahl etwa werden die Ergebnisse der beiden Tests mit dem Jobprofil abgeglichen, das Siebert in Absprache mit dem HR-Verantwortlichen ebenfalls auf Grundlage der acht Rollen erstellt. 'In der grafischen Darstellung zeigt sich deutlich, in welchen Bereichen der Bewerber den Anforderungen entspricht und in welchen nicht', erläutert Siebert.

Der Clou an dem Verfahren ist laut Siebert jedoch, dass es nicht nur das Defizit zwischen Job- und Bewerberprofil darstellt, sondern auch klar macht, ob es möglich ist, den potenziellen Mitarbeiter mit entsprechenden Maßnahmen in die gewünschte Richtung zu entwickeln. Ein Beispiel: Der Eigenschaftentest hat ermittelt, dass das momentane Verhalten des Bewerbers nicht sonderlich kooperativ ist. Sein Wertetest zeigt jedoch, dass er künftig kooperativer wirken möchte. Erfordert die zu besetzende Position Kooperationsfähigkeit, kann das Unternehmen überlegen, wie es den Kandidaten in Sachen Kooperation fördern will. Mehr Infos im Internet.
Autor(en): (ahe)
Quelle: Training aktuell 12/06, Dezember 2006
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