Inspiration

Lernen von indigenen Völkern

Coachen wie der Medizinmann

Die jahrhundertealten Erkenntnisse und Rituale von Naturvölkern haben auch heute noch Relevanz und bieten insbesondere für die Arbeit mit Menschen viele nützliche Anregungen, finden Daniel Goetz und Eike Reinhardt. Die beiden Trainer haben aus ihren Erfahrungen mit indigenen Kulturen Tipps für Weiterbildner zusammengestellt.
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Medizinmann – dieser Begriff stammt ursprünglich nicht von den indigenen Völkern selbst. Geprägt wurde er vielmehr von den weißen Siedlern, die so den Zeremonienmeister oder Master of Ceremony (MC) nannten, der in vielen indigenen Kulturen als Heiler für körperliche, mentale und seelische Beschwerden fungiert. Ratsuchende kommen nicht nur zu ihm, wenn sie sich krank fühlen, sondern auch wenn es um die Orientierung in Lebensfragen geht. Der Medizinmann behandelt die Menschen, die zu ihm kommen, indem er sie durch eine Zeremonie führt. In gewissem Sinne erfüllt er somit die Rolle, die bei uns traditionell Ärzte und Therapeuten, aber auch Berater und Coachs ausfüllen. Denn wie der Coach arbeitet auch der MC häufig prozessorientiert und inhaltsfrei.

Das Methodenspektrum des Medizinmanns kann man durchaus als vielfältig und breit bezeichnen. So nutzt er Trance genauso wie die hypnotische Sprache, er arbeitet mit Familienaufstellungen, Metaphern, Storytelling, erlebnisorientiertem Lernen und dem Einsatz von Artefakten.

Nach den Erfahrungen, die wir bei den Besuchen verschiedener Reservate gesammelt haben, sind wir überzeugt: Von dem Wissen und den Ritualen indigener Kulturen können wir auch heute noch viel lernen. Das größte Lernpotenzial liegt dabei nicht in einzelnen 'Schamanen-Tools'. Vielmehr ist es die Haltung des Master of Ceremony von der Weiterbildner lernen und profitieren können.

Extras:
  • Vom heiligen Raum bis zu Gedankenreisen: Fünf Antworten alter Völker
  • Seminarhinweis: Wie coacht der Medizinmann?
Autor(en): Daniel Goetz, Elke Reinhardt
Quelle: Training aktuell 08/13, August 2013, Seite 18-20
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