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Learntec 2012 in Karlsruhe

Vom Ob zum Warum

Überraschend dürften die Top-Trends der Learntec 2012 – Social Media, Serious Games und mobile Anwendungen – nur für wenige Besucher gewesen sein. Neu war jedoch die wohltuend differenzierte Sichtweise auf die Lerntechniken. Ein Überblick zum Stand des technisch gestützten Lernens.
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Zu den jüngeren Traditionen der mittlerweile 20-jährigen Learntec in Karsruhe gehört das sogenannte Orakel, bei dem der wissenschaftliche Leiter der Kongressmesse, Peter Henning, die Trends verkündet, die die Bildungswelt bewegen. Im Jahr 2012 waren das Mobile Learning, Serious Games und Social Media – wieder einmal, denn die Lernformen sind allesamt von früheren Ausgaben der größten deutschen Messe für technisch gestütztes Lernen bekannt. Neu waren allerdings die ungewohnt nüchternen Meinungen, die von Teilen der Bildungsexperten geäußert wurden. Und die einen neuen Blick auf die hype-trächtigen Lernformen eröffneten.

Besonders deutlich wurde das am Beispiel Serious Games. Waren die Befürworter der lehrreichen Spiele in den vergangenen Jahren oft missionarisch aufgetreten, befassten sich die Referenten der Learntec 2012 eher mit dem Warum und Wie als mit dem Ob. Dabei zeigten sie sich durchaus kritisch mit der bisherigen Umsetzung von Spiel­ideen in Lernangeboten.

'Die meisten Serious Games sind langweilig und wirkungslos', urteilte etwa Kon­gress-Sprecherin Linda Breit­­lauch überraschend deutlich. Denn, so die Professorin für Media Design, bislang gingen die Überlegungen davon aus, E-Learning-Kurse mit spielerischen Elementen aufzupeppen. Was aber tatsächlich Spaß macht und Spieler zum Weitermachen motiviert, werde kaum beachtet.

Autor(en): Sascha Reimann
Quelle: Training aktuell 03/12, März 2012, Seite 6-7
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