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Kritik an Bildungstest-Plänen der Bundesregierung

Die vom Bundesbildungsministerium (BMBF) geplanten Tests von Weiterbildungsangeboten (vgl. TA 02/2002) stoßen auf Kritik. So halten die im Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB), Bonn,

Die vom Bundesbildungsministerium (BMBF) geplanten Tests von Weiterbildungsangeboten (vgl. TA 02/2002) stoßen auf Kritik. So halten die im Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB), Bonn, zusammengeschlossenen Spitzenverbände der Wirtschaft eine Stiftung Bildungstest für überflüssig. In einer Pressemitteilung vom 18. Januar 2002 heißt es, die Optimierung von Qualität und Transparenz in der Weiterbildung sei ein ureigenes Anliegen der Weiterbildungsanbieter selbst. Als Beispiele für dieses Engagement werden u.a. Gütesiegelgemeinschaften, Dozenten- und Prüferschulungen sowie Zertifizierungsstellen genannt. Vergleichende Bildungstests, wie sie das Bundesbildungsministerium (BMBF) in Kooperation mit der bei der Stiftung Warentest angesiedelten Abteilung Bildungstest plant, können nach Ansicht des KWB weder seriöse Ergebnisse noch Transparenz hervorbringen. Dafür sei die Vielfalt der Angebote, Themen und Methoden viel zu groß. Zudem hänge der Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen von nicht messbaren individuellen Faktoren ab wie der Bildungsbereitschaft der Teilnehmer.

Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag kritisiert die Bildungstest-Pläne des BMBF indes als halbherzig und damit unwirksam. Die beschlossene Förderung von 2 Mio. Euro jährlich für 20 Tests pro Jahr könne bei 35.000 Weiterbildungsanbietern und 500.000 Kursen keinen
entscheidenden Durchblick bringen, sagt Norbert Hauser vom Bundestagsausschuss für Bildung. Zudem kritisiert er den Entschluss des BMBF, die Stiftung Bildungstest bei der Stiftung Warentest anzusiedeln und erst nach drei Jahren zu entscheiden, wie das Projekt weitergeführt wird.

Die CDU/CSU-Fraktion hatte im Bildungsausschuss einen Antrag zur Gründung einer eigenständigen Stiftung Bildungstest eingebracht und eine Anschubfinanzierung von 50 Mio. Euro vorgeschlagen. Dieser Antrag war durch die Stimmen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt worden.
Autor(en): (aen)
Quelle: Training aktuell 03/02, März 2002
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