Netzwerke/Kooperationen

Kongreß der Österreichischen Wirtschaftstrainer zeigt Trends auf

Das vierte Jahresmeeting der Österreichischen Wirtschaftstrainer fand zum ersten Mal nicht nur im eigenen Kreis statt: Auch Vertreter anderer Bildungsinstitutionen und Trainer waren bei der zweitägigen Veranstaltung in Perchtoldsdorf Ende Juni 1997 zugegen.
Dr. Niki Harramach, Sprecher der Österreichischen Wirtschaftstrainer, hat die wichtigsten Trendaussagen zusammengefaßt:
• Jeder Einzelne ist heute für seine 'Employablity' zuständig. Eine Beschäftigungsgarantie auf Lebenszeit gibt es nicht mehr. Notwendige Konsequenz: Die Investitionen in die Bildung müssen sich verschieben: weg von der beruflichen Erst-ausbildung hin zur betrieblichen Weiterbildung. Aufgerufen ist vor allem der Staat, in 'Quantensprüngen' zu der Umverteilung zwischen beruflicher Erstausbildung und betrieblicher Weiterbildung beizutragen.
• Die Unternehmen sind der größte Finanzierer beruflicher Aus- und Weiterbildung - allerdings stagnieren auch hier die Zahlen. Der Preis- und Kostendruck verstärkt sich. Mit der Folge, daß immer mehr Mitarbeiter für das gleiche Geld in den Genuß betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen kommen.
• Unter Kostendruck ist jedoch die Qualität stark gefährdet. Darum muß der Kunde Maßstab der Qualität werden. Ein entsprechendes Zertifizierungsverfahren, das die Kunden und ihre Anforderungen an Qualität miteinbezieht, haben die Österreichischen Wirtschaftstrainer daher vor kurzem auf den Weg gebracht: die Customer´s Certification. Eine Liste der österreichischen Trainer, die sich bereits nach diesem Ansatz haben zertifizieren lassen, wird in Kürze veröffentlicht.
• In Zukunft wird von Wirtschaftstrainings nicht mehr die Vermittlung von Techniken und Wissen gefordert, sondern die Einleitung von Verhaltensänderungen. Mehr und mehr wird auch im Bildungsbereich betriebswirtschaftliche Investitionsrechnung gefordert: Im Vordergrund steht daher die Frage nach der Rendite von Qualifizierungsmaßnahmen.
Autor(en): (nbu)
Quelle: Training aktuell 08/97, August 1997
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