Reflexion

Kolumne
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Welche Zukunft soll's denn sein?

Um für künftige Krisen besser gewappnet zu sein, brauchen Weiterbildungsprofessionals mehr Kunden und Umsatz. Doch wie erreichen sie das? Ein klares Zielbild ist dabei enorm hilfreich. Je komplexer und lustvoller man es zeichnet, umso mehr Power entfaltet es.

Jetzt, wo die Krise schwächer wird, ist es Zeit, nach vorne zu schauen. Damit der nächste Einschlag weniger verheerend wird, müssen wir die richtigen Weichen stellen. Was ist zu tun, um unser Business zu skalieren? Wie viele Kunden, wie viel mehr Umsatz muss her, um komfortabler zu leben und stärker gegen die Wechselfälle des Geschäfts gewappnet zu sein?

Ein paar Rechen-Basics verraten uns, wie viel Plus es künftig braucht, um einen kritischen Rückgang auffangen zu können. Fragt sich noch, wie wir dahin kommen. Sind es mehr Kontakte über Newsletter, Social Media, PR & Co. oder müssen wir mehr zahlende Käufer aus den üblichen Leads machen? Am besten vermutlich beides.

In meinen Beratungen vom Mittelstand bis zum Konzern erlebe ich immer wieder das Gleiche: Kaum liegen die quantifizierbaren Wunschzahlen auf dem Tisch, raten alle munter um die Wette, welche Aktivitäten helfen. Nach einigem Hin und Her einigt man sich auf ein plausibles Paket, schmiedet einen schicken Plan – und fällt bald aus allen Wolken, weil die Realität das Ersehnte partout nicht liefern will.

Die gewünschte Zukunft vor dem inneren Auge sehen

Der erste Grund dafür ist, dass man wirtschaftliche Ziele zwar anstreben muss, sie aber nicht direkt managen kann. Managen kann man nur die veränderte Situation, die diese Ziele hervorbringt. Der zweite Grund ist die Ungewissheit, ob der wilde Ideenmix überhaupt zur Zukunft führt, die wir brauchen. Solange wir diese nicht klar vor dem inneren Auge sehen, irrlichtern wir mit unseren Aktivitäten im Dunkeln herum.

Was hier für Unternehmen gilt, gilt auch für Unternehmerinnen und Unternehmer. Zuerst kommt es auf ein klares Zielbild an, wie die Welt beschaffen ist, die uns mehr Kontakte, Anfragen, Buchungen, Umsatz und Gewinn beschert. Was ist konkret anders als heute und wie fühlt es sich an? Die emotionale Komponente daran ist wichtig, damit wir für unseren Weg brennen und nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, wenn es mal schwieriger wird.

Zuerst kommt es auf ein klares Zielbild an, wie die Welt beschaffen ist, die uns mehr Kontakte, Anfragen, Buchungen, Umsatz und Gewinn beschert.

Gehören zu unserer Strategie Newsletter-Leser, die sich vor Lob wegen der wertvollen Inhalte überschlagen und unsere Seminare stürmen? Oder ist es ein attraktiveres Portfolio mit starkem USP, sodass unser Marketing zum Spaziergang wird? Je mehr Szenarien wir entwerfen, desto größere Auswahl haben wir. Haben wir uns für das attraktivste dieser Zielbilder entschieden, lässt sich vergleichen, was morgen anders ist als heute und wie wir diese Lücke schließen.

Mein Tipp: Malen Sie Ihre Zielbilder so komplex, aber auch lustvoll wie möglich, damit sie ihre volle Power entwickeln. Priorisieren Sie die Aktivitäten, planen Sie auf Sicht – und los geht die Reise.

Der Autor: Der Strategie- und Veränderungsexperte, Vortragsredner und Autor (jüngst: „Die Berater-Bibel“) Matthias Kolbusa berät Konzerne wie Daimler und die Telekom sowie High-Performance-Mittelständler. Als Kopf und Inhaber von Consulting Mastery teilt er sein Wissen in einer Online-Akademie, bei Live Events und in Vier-Augen-Coachings mit seinen Kolleginnen und Kollegen. Kontakt: kolbusa.de

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