Reflexion

Kolumne
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Was ist Ihr „Eigenes“?

Mit den üblichen Methoden und Tools wird man schnell zum Me-too-Anbieter auf dem Weiterbildungsmarkt. Etwas Eigenes muss her – ein Produkt, das andere nicht haben und nicht ohne Weiteres kopieren können. Doch dafür muss man bereit sein zu investieren: Geld, Zeit und Energie.

Was ist Ihr größtes Alleinstellungsmerkmal, das Sie von Ihren Mitbewerbern signifikant unterscheidet? Ist es Ihre Persönlichkeit, Kreativität, Erfahrung oder etwas anderes? Was ist Ihr „Eigenes“, das Sie aus der Masse des Marktes heraushebt?

Mit den üblichen Methoden und Tools wird man beim aktuellen Hype um Agilität und New Work, in dem viele auf diese Trends umsatteln, schneller zum Me-too-Anbieter, als man vermutet. Natürlich ist man selbst besser als die meisten anderen, aber beim Kunden gewinnt oft nicht, wer am besten ist, sondern wer sich am schlauesten verkauft. Die beste Kombination ist natürlich, zu den Besten zu gehören, sich genial zu vermarkten und hervorragende Honorare zu verhandeln. Doch je einträglicher die Nische ist, in der man unterwegs ist, desto gewitzter und potenter ist auch die Konkurrenz. Und je lukrativer die potenziellen Geschäfte sind, desto weniger Kuchenstücke gibt es im Markt zu verteilen.

Um aus diesem Zirkel auszusteigen, empfiehlt sich das „Eigene“: ein Produkt mit Hand und Fuß, das andere nicht haben und nicht ohne Weiteres kopieren können. Doch so leicht das gesagt ist, so schwierig ist es, dies umzusetzen, wenn das Unverwechselbare mehr als nur eine PR-Masche sein soll. Meist braucht es eine vierfache Investition dafür: Zeit, Geld, intensives Nachdenken und unsere unverwechselbare Erfahrung.

Nicht, was wir tun, verkaufen wir, sondern was es bringt.

Nur damit können wir den Sprung vom Problem in die Lösung finden, um diese zu einem Paket zu machen, dessen Nutzen wir vermarkten können. Denn nicht, was wir tun, verkaufen wir, sondern was es bringt. Unsere Weiterbildungen und Lizenzierungen verraten immer nur eins: Wie tue ich es? Wenn ich eine Potenzialanalyse nutze, weiß mein Interessent noch lange nicht, welchen Unterschied ich mache. Ich präsentiere ein fremdes Werkzeug und kein Ergebnis, von dem mein Kunde etwas hat.

Ein unverwechselbares Produkt macht den Unterschied

Ein unverwechselbares Produkt existiert für Sie nicht? Das ist ein Irrtum. Startups machen jeden Tag vor, wie man Unglaubliches anschiebt, sobald man solche Glaubenssätze über Bord wirft. Ob es sich um Ihr persönliches Trainingskonzept handelt, ein neuartiges Reifegradmodell für Organisationen oder eine innovative Software: Es ist noch längst nicht alles erfunden, und mit der richtigen Idee können Sie nur gewinnen.

Ich selbst mache aktuell eigene Erfahrungen damit und investiere neben Geld viel Zeit und enorme Energie. Das ist stressig, aber freudvoll und lohnt sich schon jetzt. Ich habe „mein Eigenes“ gefunden – etwas, das funktioniert und praktisch beweist, wie meine Expertise Kunden nach vorne bringt. Was ich kann, das können Sie auch. Und jetzt frage ich Sie: Was ist Ihr Eigenes?

Der Autor: Der Strategie- und Veränderungsexperte, Vortragsredner und Autor (jüngst: „Die Berater-Bibel“) Matthias Kolbusa berät Konzerne wie Daimler und die Telekom sowie High-Performance-Mittelständler. Als Kopf und Inhaber von Consulting Mastery teilt er sein Wissen in einer Online-Akademie, bei Live Events und in Vier-Augen-Coachings mit seinen Kolleginnen und Kollegen. Kontakt: kolbusa.de

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