Tools&Technik

Kollegiale Beratung: 'Beraterfüße' weisen den Weg

Kollegiale Beratung ist hilfreich – aber nur wenn die Gespräche einer festen Struktur folgen. 'Ansonsten können die Runden zu einer Art Kaffeeklatsch werden', hat Juliane Delkeskamp beobachtet. Die Trainerin hat sich darauf spezialisiert, Teams mit der Methode der kollegialen Beratung vertraut zu machen. Ihre Erfahrung zeigt: 'Gruppen neigen dazu, die Struktur zu vernachlässigen.'

Um diese Gefahr zu bannen, hat sich Delkeskamp ein Tool ausgedacht: die Beraterfüße. Neun Schablonen in Fußform sollen dafür sorgen, dass die Gruppe nicht vom vorgesehenen Gesprächspfad abweicht. Die Idee: Während der Beratung folgt die Gruppe Schritt für Schritt den Anweisungen, die auf den einzelnen Fußformen notiert sind. Die erste Karte erinnert etwa an wichtige Punkte der Vorbereitung (Rollen klären), danach gibt der Fallgeber eine Problembeschreibung (Schritt eins), dann folgen Verständnisfragen der Gruppe (Schritt zwei) und die Formulierung einer Schlüsselfrage: 'Was genau möchte der Fallgeber von den Kollegen hören?' (Schritt drei). Die Beratung endet mit Lösungsvorschlägen der Gruppe (Schritt sechs), einer Rückmeldung des Fallgebers ('Was passt für mich?', Schritt sieben) und einer Abschlussrunde, in der letzte Fragen geklärt werden. Ein Stein, der auf die Formen gelegt werden kann, soll die Orientierung zusätzlich erleichtern.

'Die Beraterfüße sind eine Gedankenstütze', erklärt Delkeskamp den Vorteil ihrer Erfindung. 'Jeder im Team weiß, was als nächstes ansteht.' Sie empfiehlt das Tool sowohl Trainern, die die kollegiale Beratung in einem Unternehmen einführen, als auch Gruppen, die bereits selbstständig arbeiten, aber eine Gedankenstütze brauchen. (Preis: ca. 64 Euro)
Autor(en): (com)
Quelle: Training aktuell 11/09, November 2009
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