Netzwerke/Kooperationen

Italia e Germania: Trainerverbände tauschen sich aus

Was unterscheidet eigentlich die Bildungslandschaft südlich der Alpen von derjenigen nördlich des Brenners?

Diese Frage will eine Lernpartnerschaft zwischen dem deutschen Dachverband der Weiterbildungsorganisationen DVWO und der italienischen Associazione Italiana Formatori AIF beantworten. Entstanden war die Idee des bilateralen Austausches 2005 auf einer Mitgliederversammlung der European Training and Development Federation ETDF, der beide Verbände angehören. Erste Gespräche im Anschluss an das ETDF-Treffen zeigten: 'Die Bildungssysteme in Italien und Deutschland haben kaum Überschneidungen', sagt André Jünger, Vize-Präsident für Internationale Angelegenheiten beim DVWO.

So dominieren in Italien vorwiegend die Unternehmen den Trainingsmarkt. Statt ihren Mitarbeitern die Wahl aus einer Reihe offener Seminare zu überlassen, stimmen sie die Inhalte der Inhouse-Seminare eng auf unternehmenseigene Bedürfnisse ab, berichtet Jünger. Da meist intern weitergebildet wird, sind viele Trainer fest bei Unternehmen angestellt. Damit ist das Thema Akquise, das viele freie Trainer in Deutschland beschäftigt, für italienische Weiterbildner uninteressant. Relevant wird es erst, wenn sie die eigenen Landesgrenzen verlassen, etwa Richtung Germania, das sie jedoch bislang als geschlossenen Markt betrachtet und deshalb links liegen gelassen haben.

Ändern könnte sich das durch die Treffen, die DVWO und AIF künftig für ihre Mitglieder organisieren wollen. Denn wer mit Trainingskultur, Markttendenzen und Zertifizierung im Ausland vertraut ist, ist eher bereit, sein Glück beim Nachbarn zu versuchen. Zumindest die DVWO-Mitglieder bekunden nach Aussage von André Jünger bereits reges Interesse an den Veranstaltungen. Infos im Internet.
Autor(en): (ahe)
Quelle: Training aktuell 04/06, April 2006
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