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'Irodoku': Das Farben-Sudoku bringt Teams auf Touren

Sudoku als Teamspiel – das ist das neue Angebot von Neuland. Ob das Tüftel-Spiel als Gemeinschaftserlebnis taugt und welche Erkenntnisse der Trainer dabei gewinnen kann, hat Training aktuell getestet.

Das Angebot: Sudoku als Teamspiel. Diese Möglichkeit verspricht 'Irodoku', bei dem die Ziffern 1 bis 9 durch Farben ersetzt wurden. Auf diese Weise können alle Teilnehmer jederzeit das gesamte Spielbrett überblicken und sich aktiv an der Lösung des Rätsels beteiligen. Das Spielbrett ist 28 x 28 cm groß und wird mit 81 Holzklötzchen in 9 verschiedenen Farben bespielt. Dazu gibt es eine kurze Anleitung mit drei Spielvarianten (leicht, mittel, schwer).

Der TA-Check: Leider liefert mir der Anbieter keine Erklärung, wie ich das Spiel im Seminar einsetzen kann. Ich entscheide mich, Irodoku als Warming-up für ein Teamtraining zu nutzen. Zuerst muss ich mich allerdings mit den Regeln auseinandersetzen, denn ich gebe zu, dass mich das Sudoku-Fieber noch nicht gepackt hat. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass das Tüftel-Spiel im Team zu schaffen ist. Da sind die eingefleischten Fans, die sich zur Testrunde einfinden, schon skeptischer. Aber es kommt eine gut gemischte Teilnehmer-Runde zusammen: insgesamt sechs Personen, darunter jeweils zwei Profis, Geübte und Anfänger.

Doch bevor das Spiel beginnen kann, muss ich als Spielleiter bestimmte Farben an dafür vorgesehenen Positionen platzieren. So weit so gut – wäre da nicht die Schwierigkeit, die rote und die orange Farbe in der Anleitung auseinander zu halten. Ansonsten sind die Spielregeln schnell erklärt: Jede Farbe darf in einem 9er-Quadrat und sowohl in einer senkrechten als auch in einer waagerechten Reihe über das gesamte Brett nur einmal vorkommen. Die Spieler setzen der Reihe nach jeweils einen Stein auf das Spielbrett.

Zur Vorbereitung habe ich die wichtigsten Sudoku-Regeln und Lösungsmöglichkeiten im Internet recherchiert und auf einem Zettel zusammengefasst. Sofort beginnen heiße Diskussionen um die beste Tüftel-Strategie. Vor allem die Sudoku-Erfahrenste plädiert für das Ausschlussverfahren. Die Runde startet bei einer der beiden Anfängerinnen, die offenbar wahllos einen Stein setzen will – und von den Profis direkt zurückgepfiffen wird, weil die um den Erfolg des ganzen Unternehmens fürchten. 'Wenn du einfach nur rätst, dann bist du ganz schnell weg', so ein Kommentar zur unbedachten Aktion der ersten Spielerin. Ihr Nebenmann – einer der 'Geübten' – erklärt der Anfängerin daraufhin noch einmal geduldig die Spielregeln.

Im Verlauf des Spiels nimmt die Sache Fahrt an und schnell zeigt sich, dass auch die weniger Versierten sich sehr gut auf dem recht übersichtlichen Spielfeld orientieren können. Gegen Ende des Spiels, als nur noch wenige Felder zu besetzen sind, wird es hektisch. Jetzt macht sich Ungeduld breit und die Spieler setzen gleichzeitig ihre Steine. Nach 20 Minuten ist die richtige Lösung gefunden.

TA-Eindruck: Die Vorbehalte einiger Mitspieler zu Beginn des Spiels haben sich nicht bestätigt: Das Spiel ist durchaus 'teamfähig' und gewinnt schnell an (Gruppen-)Dynamik. Als Trainer konnte ich das Verhalten der verschiedenen Teammitglieder genau beobachten: Jeder Teilnehmer brachte sich ins Spiel ein, ob als Regel-Erklärer, Experte, Tipp-Geber oder Laut-Denker. Positiv fällt mir auf, dass im Unterschied zu Kommunikationsspielen weder persönliche Hemmschwellen noch Wortgewandtheit eine Rolle spielen. Deshalb ist das Spiel gerade bei gemischten Teams fürs Warming-up zum Einstieg in ein Seminar gut geeignet. Wünschenswert wäre allerdings eine detaillierte Anleitung mit Aussagen darüber, welche Erkenntnisse der Trainer aus dem Spielverlauf ziehen und wie er diese im weiteren Seminarverlauf nutzen kann.

TA-Fazit: Preisgünstiges und dynamisches Spiel für den schnellen Seminar-Einstieg.

Monika Schaake

Irodoku, Spiel, Neuland GmbH, Eichenzell 2008, 89 Euro

Quelle: Training aktuell 12/08, Dezember 2008
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