Inspiration

Interkulturelle Beratung

Coaching unter Kirschblüten

Businessbeziehungen in Japan funktionieren anders als im Westen.Auch ein Coaching von Japanern muss deshalb anderen Regeln folgen. Welche Regeln dies sind und wie sich mithilfe von Hollywood-Blockbustern interkulturelle Stolperfallen umgehen lassen, erklärt Japan-­Experte Peter Dreyer.
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Coaching hat in Japan eine lange Tradition: etwa in Form des Zen-Meisters, der seinem Schüler immer wieder Fragen stellt – bis dieser den Punkt seiner geistigen Entwicklung erreicht hat, den man im Westen 'Erleuchtung' nennt. Oder bei dem Vorgesetzten, der seinem Mitarbeiter immer wieder kleine Hinweise und Anleitungen gibt, sich am Abend an der Bar auch dessen Gedanken und Probleme anhört – bis dieser immer mehr Verantwortung in seiner Firma übernehmen kann.
Coaching nach westlichem Vorbild gibt es dagegen noch gar nicht so lange in Japan. Ein ernsthafter Markt dafür konnte sich erst zu Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs in den Jahren 1991 bis 2002 entwickeln, als japanische Unternehmen den wachsenden Herausforderungen mit neuen westlichen Konzepten begegnen wollten: mit Zielvereinbarungen, flachen Hierarchien und eigenständigen, spontanen und kreativ denkenden Managern.

Solche Anforderungen sind für die meisten japanischen Manager eher ungewohnt. Denn die japanische Kultur ist konfuzianistisch geprägt. Das Verhalten vieler Japaner orientiert sich entsprechend an Werten wie Beziehung, Hierarchie und Harmonie, die wenig Raum für Spontanität und eigenständige Entscheidungen lassen.

Extras:
  • Infokasten: Die wichtigsten Besonderheiten im Coaching von Japanern
  • Literaturhinweis: Der vollständige Beitrag stammt aus dem von Ronald Franke und Julia Milner herausgegebenen Buch 'Interkulturelles Coaching. Coaching-Tools für 17 Kulturkreise' - weitere Informationen hier
  • TA-Abonnenten erhalten das Buch zum Sonderpreis in der Edition TA
Autor(en): Peter Dreyer
Quelle: Training aktuell 08/13, August 2013, Seite 27-29
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