Reflexion

Institut im Interview
Institut im Interview

Rhetorik trifft auf Coaching

Jeden Monat gibt Training aktuell einem Player der Weiterbildungsszene die Möglichkeit, über Wurzeln, Werdegang und Visionen zu ­reflektieren. Diesmal der Redeakademie zum 15-jährigen ­Jubiläum.

Wo liegen die Wurzeln Ihres Unternehmens?

Jörg Abromeit: Unsere Wurzeln liegen in der politischen Rhetorik. Ich war seit meiner Jugend politisch aktiv und habe Philosophie und Politikwissenschaft studiert. Während des Studiums wurde die Parteipolitik nach und nach abgelöst von allgemeinen Fragen der Kommunikation und Politik; dann kam das Thema Coaching hinzu. Heute verbinden wir Methoden und Denkansätze aus dem Coaching mit Methoden der klassischen Rhetorik und der modernen Sprechwissenschaft und Sprecherziehung.

Bitte beschreiben Sie kurz Ihr Angebot.

Wir beraten und trainieren Menschen aus Wirtschaft und Politik rund um Rhetorik und Wirkung. Oft geht es darum, eine individuelle Art als Rednerin oder Redner zu entwickeln und die eigene Persönlichkeit mit der professionellen Rolle authentisch in Einklang zu bringen. Manchmal ist das aber auch ganz konkret die Vorbereitung für einen Auftritt vor Live-Publikum oder ein Fernsehinterview.

Was war die beste Entscheidung der Unternehmensgeschichte?

Stets und immer wieder aufs Neue: Unabhängig bleiben, auf allen Ebenen: Ende 2011 haben wir uns von einem großen Konferenzveranstalter getrennt, für den wir lange gearbeitet haben, und von einigen anderen Kunden, die nicht mehr zu uns passten. Diese Sicherheiten und Abhängigkeiten aufzugeben, fühlte sich zunächst seltsam an, hat sich aber schon nach kurzer Zeit rentiert – auch emotional.

Redeakademie GmbH

  • Geschäftsführung: Jörg Abromeit, Birgit Eßer
  • Gründungsjahr: 2006
  • Standorte: Bonn, Berlin
  • Zahl der Mitarbeitenden 2020: 7
  • Link: redeakademie.de

Was war der ungewöhnlichste Auftrag?

Da wir eine besondere Kundenstruktur haben, würden von außen betrachtet sicher viele unserer Aufträge als ungewöhnlich gelten, die für uns Routine sind: ein Vorstandsmitglied, das im Berufsleben eloquent spricht und sich dennoch für eine Hochzeitsrede coachen lässt. Ein Seminar für Priester, bei dem die Fetzen fliegen. Oder ein thematisch harmloses Training für das Team einer europäischen Spitzenpolitikerin, das sich erst kurz vor Beginn als Konflikt-Coaching entpuppt.

Welchen Prominenten würden Sie gerne als Trainer einstellen und wofür würden Sie ihn einsetzen?

Prominenz ist für uns nicht entscheidend, Kompetenz umso mehr. Aber wenn beides zusammenkommt: Eine Zusammenarbeit mit dem Neurobiologen Gerald Hüther wäre sicher sehr interessant. Oder mit Gregor Gysi oder dem Sprechwissenschaftler Norbert Gutenberg. In jedem Fall Menschen, die in ihrem Gebiet Grenzen verschieben und interdisziplinär denken.

Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem kostenfreien Artikel der Zeitschrift Training aktuell!

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