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Innovationskompetenz mit systemischem Blick trainieren

'Innovation ist das Thema schlechthin', meint Dr. Nino Tomaschek vom Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) in Augsburg. Wie wichtig das Thema für Unternehmen ist, zeige sich etwa darin, dass diese mitunter eigens einen Innovationsvorstand benennen.

Aber genau darin liegt das Problem, meint der Programmleiter für Systemische Organisationsentwicklung und Beratung am ZWW. 'Innovation vollzieht sich nicht allein durch Gedankenspiele von Vorständen und Entwicklern, sondern ist ein Prozess, der durch das ganze Unternehmen gehen muss', so Tomaschek.

Um das gesamte Unternehmen mit einem innovativen Geist zu beflügeln, hat das ZWW die 'Augsburger Schule des systemischen Innovations-Coachings' entwickelt. Das dreistufige Trainingskonzept soll Organisationen helfen, die eigene Innovationskompetenz zu steigern. Um innovativ sein zu können, müssen jedoch erst zwei andere Kompetenzen entwickelt werden: 'Veränderungskompetenz' und 'Entwicklungskompetenz'.

Diese Fähigkeiten werden anhand eines ineffizienten Arbeitsprozesses im Unternehmen trainiert. Die am Prozess beteiligten Mitarbeiter sollen die Abläufe zunächst aus ihrer Sicht abbilden - und dabei erkennen, dass ein objektiver Prozessverlauf nicht existiert, da jeder ein eigenes Bild davon besitzt.

In diesem Punkt liegt laut Tomaschek das Systemische am Ansatz. Sobald ein Bewusstsein für die individuelle Wahrnehmung scheinbar objektiver Prozesse geschaffen wurde, kann an einer gemeinsamen Perspektive gerarbeitet werden. Sie bietet die Grundlage, um Material- und Informationsflüsse effizienter zu gestalten. Ist diese Stufe erreicht, hat das Unternehmen den Schritt vom 'Beharrungsvermögen' zur 'Veränderungeskompetenz' vollzogen, so Tomaschek.

Im nächsten Schritt lernen die Beteiligten, gemeinsam eigene Zukunftsvorstellungen in Form von Werten, Visionen, Zielen und Strategien zu entwickeln und wirkungsvoll umzusetzen. Diese 'Entwicklungskompetenz' kann in einem dritten Schritt zur 'Innovationskompetenz' ausgebaut werden. Innovationskompetenz meint, ein Klima für Innovationen zu erzeugen. Das bedeutet: Bestehende Denk- und Handlungsmuster werden durch Freiräume im Arbeitsalltag abgelöst, in denen neue Ideen, Impulse und Konzepte entstehen können. Infos im Internet.
Autor(en): (ahe)
Quelle: Training aktuell 03/06, März 2006
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