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Immer mehr KMU präsentieren sich als 'Corporate Citizen'

'Tue Gutes und rede darüber!' Dieser Maxime scheinen immer mehr Unternehmen in Deutschland zu folgen. Haben zunächst vorwiegend Großunternehmen die Idee des Corporate Social Responsibility (CSR) bzw. des Corporate Citizenship (CCS) entdeckt, so zeigen mittlerweile auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen vermehrt soziales Engagement. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM), Bonn, engagieren sich bereits mehr als die Hälfte der KMU im sozialen Bereich - meist mit Geld- und Sachspenden.

Ganz uneigennützig ist die Unterstützung sozialer Randgruppen oder des Umweltschutzes dabei nicht: 'Gesellschaftliches Engagement bringt Imagegewinn und somit eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit', beschreibt Peter O. Walter, Geschäftsführer der betapharm Arzneimittel GmbH, Augsburg, die Gründe, warum es für Unternehmen Sinn macht, sich als 'Corporate Citizen' zu betätigen. Ferner würden die Mitarbeiter durch die gesellschaftlichen Aktivitäten nachweislich motiviert und erwerben wichtige Kenntnisse und Kompetenzen.

Die betapharm gilt als beispielhaft für mittelständische Unternehmen, was das soziale Engagement angeht. Seit 1998 investiert das pharmazeutische Unternehmen jährlich rund eine Million Euro in soziale Einrichtungen und in Forschungsprojekte im Gesundheitswesen. Belohnt wurden die Corporate-Citizen-Aktivitäten der betapharm dabei nicht nur mit einem guten Image. Im vergangenen Jahr ist das Unternehmen zum Gewinner des Wettbewerbs der Initiative 'Freiheit und Verantwortung' in der Kategorie KMU gekürt worden.

Der Wettbewerb, der von der Zeitschrift WirtschaftsWoche und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft (BDI, BDA, DIHK und ZDH) veranstaltet wird, bleibt bezüglich der Bemühungen, auch kleine und mittelständische Unternehmen zu sozialem Engagement zu motivieren, nicht alleine: Mit ihrem Preis 'Zivil' wollen auch die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) seit dem vergangenen Jahr die Corporate-Citizen-Aktivitäten des Mittelstandes in das öffentliche Bewusstsein rücken. (Die Bewerbungsfrist für Zivil 2003 läuft noch bis zum 1. September 2003.)

Darüber hinaus hat sich die Bundesinitiative 'Unternehmen: Partner der Jugend UPJ' zum Ziel gesetzt, die Idee des Corporate Citizenship im deutschen Mittelstand zu verankern. Die Initiative bietet sich u.a. als Vermittler bei der Suche nach passenden Partnern für soziales Engagement an. Wechselseitige Hilfestellung für die konkrete Projektarbeit erhalten interessierte Firmen von dem von UPJ neu gegründeten Netzwerk 'Unternehmen: Aktiv im Gemeinwesen'.
Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 08/03, August 2003
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