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Honorarstudie 2013

Mit wem Trainer mehr verdienen

Unter welchen Voraussetzungen kann ein Trainer 2.000 Euro für ein Soft-Skill-Training abrechnen, und wann muss er sich mit 600 Euro Tagessatz begnügen? Der zweite Teil der Honorarumfrage untersucht den Einfluss von Teilnehmerklientel, Branchen sowie inhaltlichen Schwerpunkten der Trainertätigkeit auf den erzielbaren Honorarsatz.
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Der Druck auf die Honorare wächst. Das ist mehr als ein Bauchgefühl, das Trainer umtreibt. Im Rahmen der Honorar- und Gehaltsstudie des Verlags managerSeminare äußert jeder zweite der insgesamt 2.296 befragten Weiterbildner, dass er mit seiner gegenwärtigen finanziellen bzw. wirtschaftlichen Situation eher unzufrieden ist; ein knappes Viertel zeigt sich sogar deutlich unzufrieden.

Was im profanen volkswirtschaftlichen Duktus als 'Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt' bezeichnet wird, hat für den einzelnen Weiterbildner ganz handfeste Auswirkungen: Bei der Höhe des Honorarsatzes redet der Auftraggeber längst ein gehöriges Wort mit – und er tut dies mit zunehmender Beharrlichkeit und in Kenntnis der Wettbewerbssituation. Dabei ist die Weiterbildungsbranche durchaus zu einem selbstkritischen Blick auf das Marktgeschehen in der Lage. Dass die Auftraggeber die Preise drücken und Rabatte fordern, erleben 21,5 Prozent als Belastung. Einer deutlich größeren Zahl, nämlich rund 35 Prozent, macht das Überangebot durch zu viele Wettbewerber zu schaffen. Und ein knappes Drittel sieht in den Dumpingpreisen der eigenen Branche die Ursache für die eigene unbefriedigende wirtschaftliche Situation.

Was also tun? Die Antwort klingt ausgesprochen einfach: sich lukrative Aufträge und zahlungskräftige Auftraggeber suchen. So verwundert es nicht, wenn über 70 Prozent der Befragten angeben, dass zu ihrer Zielgruppe resp. Teilnehmerklientel mittlere und obere Führungskräfte zählen. Dies geschieht nicht aus reiner Sympathiebekundung, sondern hat vor allem wirtschaftliche Gründe: Auf sie konzentriert sich das Hauptaugenmerk der Unternehmen bei ihren Weiterbildungsinvestitionen. Die Anforderungen an diese Klientel sind hoch, die Nachfrage nach entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen ist es auch. Das findet seinen Niederschlag in einem überdurchschnittlichen Honorarsatz von 1.364 Euro. Noch höher dürfte dieser allerdings ausfallen, wenn nicht so viele Trainer diese Klientel bedienen würden. Ein großes Angebot drückt bekanntlich die erzielbaren Preise.

Extras:
  • Grafik: Durchschnittlicher Tagessatz nach Zielgruppen aufgeschlüsselt
  • Übersichten: Tagessatz nach Branchen bzw. nach Themen/Inhalten
Autor(en): Jürgen Graf
Quelle: Training aktuell 02/13, Februar 2013, Seite 6-9
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