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Fragenkatalog zum Navigationsmodell

Trainerinnen und Trainer betreten oft einen Seminarraum voller ihnen unbekannter Teilnehmender. In solchen Situationen kann es sich lohnen, mit dem „Kognitiven Navigationsmodell“ zu arbeiten. Der Fragenkatalog gibt Auskunft darüber, worauf dabei zu achten ist.
  • Wie erkenne ich, wo die Teilnehmenden stehen? Durch kurze Impulsfragen („Was fällt Ihnen spontan zu XY ein?“), Mindmaps, Begriffskarten oder Sortierübungen.
  • Welche Diagnosewerkzeuge gibt es? Schnelle Tools wie Word Clouds, Kartencluster mit Klebezetteln, Ranking-Aufgaben oder analoge/digitale Concept Maps bieten ohne viel Aufwand schnelle Einblicke.
  • Wie viel Zeit braucht die Standortbestimmung? Oft reichen zehn bis 15 Minuten zu Beginn eines Themenblocks.
  • Welche konkreten Fragetechniken helfen, mentale Karten sichtbar zu machen? Fragen nach Optionen („Was hätten Sie noch tun können?“), Bewertungen („Was wäre die bessere Wahl gewesen – warum?“) und Hypothesen über andere („Was denken Sie, was Ihr Gegenüber wollte?“).
  • Reicht das Flipchart aus oder brauche ich digitale Tools? Für einfache Entscheidungsbäume reicht ein Flipchart, für komplexere Karten oder größere Gruppen eignen sich Tools wie Mural, Miro oder Conceptboard.

Stefanie Diers; trainerkoffer.de
  • Wie gestalte ich Entscheidungsbäume für visuelle Lerntypen? Mit klaren Farben, Symbolen (z. B. Ampel, Lupe, Warnschild), Pfeilen und Raumstruktur – visuell attraktive Karten bleiben besser im Gedächtnis.
  • Woran erkenne ich, dass sich die kognitiven Karten tatsächlich erweitert haben? Wenn Teilnehmende neue Verknüpfungen herstellen, neue Begriffe in ihren Antworten auftauchen oder komplexere Optionen erkennen – sichtbar z. B. in einem zweiten Entscheidungsbaum.
  • Wie messe ich den Lernerfolg? Klassische Tests greifen zu kurz – besser: Vorher-nachher-Karten, Vergleich von Entscheidungsbäumen, Reflexionsrunden.
  • Wie stelle ich sicher, dass neue „Routen“ auch nach dem Training genutzt werden? Durch Transferaufgaben, Checklisten, Reminder-Grafiken oder begleitende Follow-ups – und indem Teilnehmende ihre Karten selbst dokumentieren.
  • Wie kombiniere ich das Modell mit anderen didaktischen Ansätzen? Es ist sehr gut kombinierbar mit problemorientiertem Lernen, Storytelling, Systemischem Coaching oder Blended Learning – Hauptsache, die Denkprozesse werden sichtbar.
  • Wann ist das Navigationsmodell weniger geeignet? Bei reinem Faktenlernen (z.B. Gesetzestexte).
Quelle: trainingaktuell.de; Michel Reimon
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