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Genuine-Contact-Netzwerk: Lebendigkeit schaffen

Genuine Contact ist keine Methode, sondern eine Idee: 'Wir wollen gemeinsam Lebendigkeit, Energie und Gemeinschaft in Organisationen bringen', sagt Dr. Matthias zur Bonsen, Managementtrainer aus Oberursel. Er ist derjenige, der diese Idee nach Deutschland brachte. Der Spezialist für offene Seminarformate und Großgruppenkonferenzen sprach mit Training aktuell über das in Deutschland noch kleine Netzwerk.

Genuine Contact heißt übersetzt ungefähr 'authentische Verbindung'. Was verbindet die Menschen, die sich zu Ihrem Netzwerk zusammengeschlossen haben?

Dr. Matthias zur Bonsen: Uns verbindet vor allem das Ziel, dazu beizutragen, Unternehmen und Organisationen entstehen zu lassen, die das gesamte Potenzial der Menschen an Lebendigkeit, Energie und Leistungsfähigkeit freisetzen.

Ein hohes und auch idealistisches Ziel. Mit welchen Seminarmethoden wollen sich die Trainer des Netzwerks ihm nähern?

Zur Bonsen: In der Auswahl geeigneter Methoden liegt eine weitere Gemeinsamkeit der Mitglieder unseres Netzwerks: Wir bauen auf Tools und Vorgehensweisen, die kreatives Arbeiten ermöglichen, die Mitarbeiter motivieren und in einen lebendigen Austausch bringen. Dazu gehören Methoden wie Dynamic Facilitation, World Café und Open-Space-Veranstaltungen.

Als Großgruppenkonferenzen wie Open Space gerade neu aufkamen, waren viele Unternehmen begeistert. Jetzt scheint der große Hype vorbei zu sein. Finden denn die Methoden des Genuine-Contact-Netzwerks noch den nötigen Anklang?

Zur Bonsen: Großgruppenarbeit wird nach meiner Beobachtung immer noch viel eingesetzt. In jüngster Zeit sind zudem drei neue Bücher zum Thema auf deutsch erschienen. Und ich glaube daran, dass Open Space sich als Seminarform noch verstärken wird – Deutschland ist da auf einem guten Weg.
Verbreiteter sind offene Seminarformen allerdings im englischsprachigen Raum. Schließlich stammen die meisten von ihnen ja aus den USA – so wie Genuine Contact, das die Amerikanerin Birgitt Williams entwickelt hat.

Zurück nach Deutschland: Wie sieht Ihre Netzwerk-Arbeit genau aus?

Zur Bonsen: Wir sind eine sehr herzliche Gruppe, die sich zum Austausch  zweimal im Jahr trifft. Uns verbindet neben der gemeinsamen Idee auch ganz klar ein spiritueller Hintergrund. Mitglied in unserem Netzwerk kann jeder werden, der mindestens ein Seminar zu Genuine Contact bei einem zertifizierten Trainer besucht hat. Nach unserem letzten Treffen Ende Januar 2008 in Oberursel waren wir uns alle einig: Das Netzwerk hat viel Schwung bekommen, und wir wollen, dass es weiter wächst.

Und wie wollen Sie bzw. Ihr Netzwerk dieses Ziel erreichen?

Zur Bonsen: Wir haben da keine echte Strategie, sondern bauen auf das Leben selbst. Ich persönlich werde in Zukunft die Menschen verstärkt in meine Welt einladen, zum Beispiel über Seminare zum Genuine-Contact-Beratungsansatz und z.B. auch über das Buch für Führungskräfte, an dem ich gerade schreibe.
Autor(en): (Monika Schaake)
Quelle: Training aktuell 05/08, Mai 2008
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