Politisches

FiBS-Studie: Bildungsgutscheine bewähren sich in ganz Europa

Mit Bildungsgutscheinen und Lernkonten wollen fast alle europäischen Staaten ihre Bürger zu mehr Weiterbildung motivieren - und alle haben damit Erfolg. Zu dieser Einschätzung kommt Dr. Dieter Dohmen, Leiter des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS). Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung untersuchte er 'Aktuelle Trends der nachfrageorientierten Weiterbildungsfinanzierung in Europa'. Hintergrund seiner Untersuchung: Im Sommer 2007 hatte die Bundesregierung ein dreistufiges Modell zur Weiterbildungsfinanzierung verabschiedet. Im Vergleich mit den anderen Ländern soll die vorgelegte Untersuchung nun Chancen und Grenzen des deutschen Modells aufzeigen.

Dohmen, der auch an der Entwicklung des deutschen Finanzierungsmodells beteiligt war, beschreibt die Förderinstrumente der einzelnen europäischen Länder ausführlich und beurteilt ihre Wirksamkeit. Gute Noten bekommen bei ihm Lernkonten und Bildungsgutscheine, bei denen der Staat beispielsweise geringe Einlagen auf Konten vervielfacht, wenn das Geld zu Bildungszwecken entnommen wird oder sich direkt an ausgewählten Maßnahmen beteiligt. Der Ländervergleich zeigt, dass diese Instrumente die Weiterbildungsquote wesentlich erhöhen können, so der Verfasser. Nötig sei es jedoch, bildungsferne Gruppen etwa durch PR gezielt anzusprechen - sie nähmen die Angebote sonst nicht wahr, wie Erfahrungen zeigen.

Schlechte Noten erhielt hingegen das Bildungssparen. Im internationalen Rahmen sei das Modell von 'untergeordner Bedeutung', heißt es in der Studie. Die vorliegenden Erfahrungen würden darauf hindeuten, dass ein 'echtes Ansparen kaum erfolgt'. Die Studie steht zum Download bereit (Menüpunkt: Publikationen/Forum Nr. 40).
Autor(en): (com)
Quelle: Training aktuell 12/07, Dezember 2007
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