Inspiration

Entsendete Teilnehmer

Widerstand ist zwecklos

Wer sich zu einem Seminar anmeldet, ist automatisch motiviert, sich mit dem Trainingsthema zu befassen – davon gehen viele Trainer aus. Dennoch ist die Annahme falsch, weil viele Teilnehmer von ihrem Arbeitgeber entsendet werden. Die Folge: innere Abwehr. Wie Trainer diese mindern und das Seminar zum Erfolg führen können, erklären Christian Heiss und Frank Bischoff.
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'Wann ist Pause?', 'Wie lange machen wir heute?' oder 'Ich muss früher gehen' – solche Sätze hören Trainer regelmäßig zu Seminarbeginn. Geäußert werden sie typischerweise von entsendeten Teilnehmern, also solchen, die nicht auf eigenen Wunsch im Seminar sitzen. So vielfältig und unterschiedlich die Gründe für die Verpflichtung der Teilnehmer auch sind (z.B. Anordnung von oben, zentrale Schulungsmaßnahmen, Fokus auf 'Problemmitarbeiter') – eines haben die entsendeten Teilnehmer in der Regel gemein: Abhängig von Persönlichkeitstyp und Funktion im Unternehmen zeigen sie passiven oder sogar offenen Widerstand. Sei es, indem sie mit ihrem Nachbarn reden, mit ihrem Handy spielen oder konsequent zu spät aus den Pausen kommen.

Um die Veranstaltung zum Erfolg zu führen und einen Lerneffekt bei den Teilnehmern zu erzielen, sollte der Trainer diese Anzeichen nicht ignorieren – aussitzen hilft nicht! Vielmehr besteht akuter Handlungsbedarf, da sich die negative Grundhaltung Einzelner leicht auf andere Trainingsteilnehmer übertragen kann.

Allein die Aufforderung der Führungskraft, dass ein Mitarbeiter an einer Trainingsmaßnahme teilnehmen soll, kann bei ihm erste Widerstände und innere Abwehrmechanismen auslösen. Denn durch die Anweisung sieht der Mitarbeiter seine persönliche Wahlfreiheit eingeschränkt.

Extra:
  • Infokasten: Umgang mit entsendeten Teilnehmern
Autor(en): Christian Heiss, Frank Bischoff
Quelle: Training aktuell 01/13, Januar 2013, Seite 28-30
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