Inspiration

E-Coaching

Coaching per Computer

Da iPhone und Blackberry zum ständigen Begleiter von Managern geworden sind und immer mehr Aufgaben sich online erledigen lassen, steigt auch die Nachfrage nach E-Coaching. Und auch das Ausbildungsangebot wächst: Im Juni 2011 startet eine neue Fortbildung für erfahrene Coachs. Training aktuell hat nachgefragt, was angehende E-Coachs lernen müssen.
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Per Internet Schuhe zu kaufen, Verkaufsverhandlungen zu führen oder Stellenbewerber zu scannen, ist heute ziemlich normal. Auch die Suche nach einem Coach läuft mittlerweile oft übers Netz. Doch ob ein Coaching selbst online durchgeführt werden sollte, ist in der Branche nach wie vor höchst umstritten. Die Vorbehalte gegen die virtuelle Beratung sind vor allem bei den Anbietern groß. Bei ihren Kunden allerdings scheint das Interesse daran zu wachsen. 'Immer mehr meiner Kunden fragen explizit nach E-Coaching', sagt beispielsweise Vera Llewellyn-Davies, Business Coach in München, die bisher nur im Präsenz-Setting arbeitet. Ihre vielbeschäftigten Coachees nämlich sehen vor allem den zentralen Vorteil des onlinebasierten Austauschs in einer immer schneller getakteten Welt: die räumliche – und oft auch zeitliche – Unabhängigkeit von ihrem Gegenüber.

Wer diesen Vorteil auch als Coach nutzen will, kann sich nun in einer weiteren Ausbildung in die flexible Fernberatung einführen lassen: die coach-on-Ausbildung von movendo Lernwelten, Holzminden, die am 10. Juni erstmals startet. In vier eintägigen Präsenzmodulen mit Online-Begleitung über fünf Monate will Trainerin Carolin Grünig ausgebildeten Präsenzcoachs die Grundlagen des E-Coachings beibringen. Dabei geht die erfahrene Online-Beraterin von einer sehr engen Defini­tion von E-Coaching aus: Grünig coacht online ausschließlich schriftlich und asynchron. Die Kommunikation läuft über eine Coachingplattform im Internet. Dort tragen Coach und Coachee jeweils ihren Beitrag ein, sitzen aber in der Regel nicht gleichzeitig am Rechner. Der Coach wird benachrichtigt, sobald es Neuigkeiten von seinem Klienten gibt, und antwortet kurzfristig.

Für Grünig lassen sich so die Vorteile des E-Coachings am besten nutzen: 'Dieses Setting garantiert nicht nur Flexibilität, sondern auch Kontinuität.' Der Austausch mit dem Coach findet beständig statt, der Coachee muss mit Fragen nicht auf die nächste Sitzung warten und kann zum Beispiel Umsetzungsschwierigkeiten direkt zurückmelden. Durch die Schriftform wird der Coachingprozess zudem dokumentiert, Ziele werden sorgfältig fixiert, Ergebnisse werden ausdrücklich festgehalten – und so nachhaltiger als im Präsenzcoaching verankert, ist Grünig überzeugt.

Extras:
  • Hinweise auf zwei Ausbildungen zum E-Coach
  • Was ist E-Coaching? Synchrones, asynchrones und virtuelles Coaching
  • Von Formulieren bis zum Meistern der Technik: Anforderungen an E-Coachs

Autor(en): Sylvia Lipkowski
Quelle: Training aktuell 06/11, Juni 2011, Seite 18-20
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