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Die Weiterbildung voranbringen?

Beim Wort von Wolfgang Dick, die Interschul wolle 'die konstruktive Auseinandersetzung zwischen allen im Bildungswesen Beteiligten voranbringen', dürften den Betreibern der Düsseldorfer 'didacta' die Ohren klingeln. Daß nicht ehrenwerte Anliegen à la Dick, sondern knallharter Wettbewerb über das Für und Wider von Messen entscheidet, wird immer offensichtlicher. Da gelingt es der Messe Hannover, zusammen mit dem Q-Verband die 'Qualifikation' ins Leben zu rufen. Die Mitglieder des Q-Verbandes - im Bereich der technisch-gewerblichen Fortbildung zuhause - fühlten sich auf der mit dem Image der Lehrermesse behafteten 'didacta' nicht mehr repräsentiert. Nun holen die Hannoveraner auch diese Klientel geschlossen ins eigene Boot und plazieren die Interschul knapp drei Wochen vor die 'didacta'. Rhetorische Frage: Zufall? Zweite Frage: Ist das im Interesse von Ausstellern und Besuchern? Rolf G. Lehmann, Herausgeber des Medienreports und Initiator vom 'Zentrum für Weiterbildung und Management' auf der letzten 'didacta', befürchtet, daß die Besucher irgendwann die Orientierung verlieren und Aussteller vollends wegbleiben. Gerne hätte er sein 'Zentrum' weitergeführt. Doch bei Vorgesprächen sowohl mit der Düsseldorfer als auch mit der Hannoveraner Messegesellschaft blieb es bisher. 'Zur Zeit kein Geld', ließ man ihn von beiden Seiten wissen. Fazit: Von der Spezialisierung zur Eintönigkeit ist es nur noch ein kleiner Schritt.
Autor(en): (jgr)
Quelle: Training aktuell 12/94, Dezember 1994
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