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Viele Werte, ein Werkzeug

Die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede

Die Kulturdimensionen machten Geert Hofstede weltberühmt. Rund dreißig Jahre nach der ersten Veröffentlichung wurde das Modell erneut aktualisiert: Eine sechste Dimension ist hinzugekommen. Training aktuell über die Entstehung und Weiterentwicklung eines Modells, das Weiterbildungsgeschichte geschrieben hat.

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Es muss sich ein wenig so angefühlt haben, als hätte er einen riesigen Schatz geborgen. Nie zuvor war es einem Wissenschaftler möglich gewesen, auf einen so umfangreichen Datensatz über die Werte von Menschen aus unterschiedlichen Ländern zurückzugreifen: Das Datenarchiv von IBM, an dem Geert Hofstede als Personalpsychologe mitgearbeitet hatte, umfasste 116.000 Fragebögen von Mitarbeitern aus mehr als 50 Nationen. 'Alle Befragten arbeiteten in den Niederlassungen desselben Konzerns und stellten damit eine nahezu ideale Stichprobe dar: Sie ähnelten sich in jeglicher Hinsicht – bis auf ihre Staatsangehörigkeit', erklärt Geert Hofstede.

Bei der statistischen Auswertung der Umfrageergebnisse stellte Hofstede fest, dass die von Land zu Land erkennbaren Abweichungen in den erteilten Antworten in vier Grundbereiche einzuteilen waren: 1. den Umgang mit sozialer Ungleichheit und Macht, 2. die Beziehung zwischen dem Individuum und der Gruppe, 3. die Vorstellungen von Maskulinität und Feminität sowie 4. den Umgang mit Unsicherheit und Mehrdeutigkeiten.

Je nach Land entwickelten die Mitarbeiter offenbar für das gleiche Problem unterschiedliche Lösungen. Die Ursache für die verschiedenen Lösungsstrategien sah Hofstede in den unterschiedlichen Nationalkulturen der IBM-Mitarbeiter, die nicht durch die Unternehmenskultur verdrängt werden konnten.

Die gefundenen vier Grundbereiche bezeichnete er als Dimensionen von Kultur. 'Jede von ihnen steht für eine Reihe von Phänomenen in einer Gesellschaft', erklärt Hofstede. Aus dieser Grundannahme entwickelte er sein Modell der Kulturdimensionen, das weltberühmt wurde und ihn zum meistzitierten Sozialwissenschaftler weltweit machte. Das Besondere an dem Modell: Es lieferte erstmals ein klares Bezugssystem, mit dem sich Unterschiede zwischen Kulturen und ihr Einfluss auf das Arbeitsleben illustrieren und sogar in Zahlen messen ließen. Denn Hofstede, der nicht nur Sozialwissenschaftler, sondern auch studierter Ingenieur ist, entwickelte aus den gemessenen Daten präzise errechnete Indizes und Länderprofile.

Extras:

  • Die sechs Kulturdimensionen nach Hofstede im Überblick
  • Länderprofile im Vergleich: Hofstedes Ergebnisse am Beispiel Deutschland und China

Autor(en): Nina Peters
Quelle: Training aktuell 03/12, März 2012, Seite 20 - 22 , 10820 Zeichen

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