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Die Dekra-Studie kommt zu spät

Kein gutes Licht auf e-Learning wirft die Studie 'Klug durch e-Learning', die die Dekra Akademie GmbH, Stuttgart, zum Auftakt der Learntec 2002 präsentierte. Bei der Untersuchung wurde das Thema e-Learning sowohl aus der Sicht von Personalverantwortlichen (51 wurden befragt) als auch von Anwendern (214) unter die Lupe genommen. Der Untersuchung zufolge stehen die Befragten dem multimedialen Lernen skeptisch gegenüber. 45 Prozent wenden weder inter-/intranetbasiertes Lernen noch CBTs an, und auch langfristig prognostiziert die Studie keinen bedeutenden Anstieg beim Einsatz von e-Learning. Ferner wird das Hauptziel für den Einsatz von e-Learning - nämlich die Kosteneinsparung - laut Studie nicht erreicht: 43 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Weiterbildungskosten gleich geblieben sind, ein Viertel berichtete sogar von erhöhten Kosten. Allerdings kann die Rentabilität von e-Learning auch nicht kurz nach der Einführung gemessen werden; in der Regel rechnen sich die hohen Anfangsinvestitionen erst nach einer gewissen Zeit.

Wurde die Frage nach den Einsparungen durch e-Learning etwas zu früh gestellt, kamen andere Fragen eindeutig zu spät. So stellt ein Großteil der Studienergebnisse keine neuen Erkenntnisse dar. Denn dass e-Learning kein Wundermittel ist und seinen Platz nur im Rahmen eines Weiterbildungskonzepts mit unterschiedlichen Methoden haben kann, dass fehlender Trainerkontakt zu Unzufriedenheit führt und e-Learning Präsenzseminare nicht ersetzen kann, dürfte inzwischen hinreichend bekannt sein. Die 80-seitige Studie ist unter der Best.Nr. 60.01.349 für 24,90 Euro erhältlich beim Wissenschaftlichen Bertelsmann Verlag.
Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 03/02, März 2002
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