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Didacta-Verband lanciert Zeitschrift für lebenslanges Lernen

Brand Extension ist der neue Lieblingsbegriff der Marketingbranche. Bei einer Markenerweiterung wird der bekannte Name eines Produktes auf eine neue Produktkategorie übertragen. Wie so etwas in der Praxis aussehen kann, hat der Didacta-Verband Anfang 2008 gezeigt. Für die weltgrößte Bildungsmesse war der Verband bislang bekannt – jetzt soll der Name Didacta auch ein Magazin zum Verkaufsschlager machen.

Als Herausgeber der neuen Zeitschrift fungiert der Verband selbst, die Chefredaktion hat Verbandspräsident Prof. Dr. Dr. Dr. Wassilios E. Fthenakis, seines Zeichens Bildungswissenschaftler, inne. Um das tägliche Redaktionsgeschäft, die Herstellung des Blattes sowie dessen Vertrieb kümmert sich die AVR Agentur für Werbung und Produktion aus München. Sie verantwortet bereits Magazine wie 'Bodystyle' und 'Hochzeitsplaner'.

Ansprechen will der Didacta-Verband mit seiner Publikation 'alle, die sich mit Bildung beschäftigen', wie Verbandsgeschäftsführer Reinhard Koslitz formuliert. Ähnlich wie die Messe ist das Heft in die Themenbereiche Kindergarten, Schule/Hochschule sowie Aus- und Weiterbildung gegliedert. Die Intention der Herausgeber: Bildungsverantwortliche jeden Sektors sollen sowohl etwas über ihr Tätigkeitsfeld erfahren als auch darüber informiert werden, was die Kollegen umtreibt. So will das Heft als erstes den gesamten Prozess lebenslangen Lernens abbilden. 'Das Magazin soll Sprachrohr für die gesamte Bildungsbranche werden', hofft Koslitz.

Neben den Akteuren der Bildungsbranche will die Zeitschrift auch Entscheider aus Politik und Wirtschaft sowie interessierte Endverbraucher ansprechen. Weil die angepeilte Zielgruppe groß ist, wurde bei der Erstauflage nicht gespart: Mit 100.000 Exemplaren ging das Didacta-Magazin im Januar 2008 an den Start. Langfristig soll sich der Titel bei einer Druckauflage 80.000 Heften einpendeln, so Koslitz.

Ob die Zeitschrift so viele Leser finden wird, bleibt abzuwarten. Die erste Ausgabe offenbart noch konzeptionelle Schwächen: Die Inhalte etwa bilden ein buntes Sammelsurium aus allen Bildungsbereichen. Im Ressort Kindergarten macht man sich beispielsweise Gedanken über die Fröbelpädagogik, in der 'Weiterbildung' wird ein Mentoring-Projekt für Frauen vorgestellt. Was die einen von den anderen lernen und wo Synergien liegen könnten, wird bei keinem Text erwähnt. Aus einem Guss ist der Prozess des lebenslanges Lernens im Didacta-Magazin bislang noch nicht.
Die neue Zeitschrift soll vierteljährlich erscheinen. Die zweite Ausgabe ist für den 9. April 2008 vorgesehen. Die Zeitschrift wird für 3,80 Euro am Kiosk verkauft.

Autor(en): (com)
Quelle: Training aktuell 02/08, Februar 2008
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