Inspiration

Das Kernquadrate-Modell

Von Stärken, Fallen und Allergien

Qualitäten und Kompetenzen sichtbar und Unterschiede besprechbar machen – das ist das Ziel des Kernquadrate-Modells von Daniel Ofman. Das Tool, das ohne Schubladen und Bewertungen auskommt, ist in den Niederlanden seit Jahrzehnten etabliert. Jetzt kommt es auch nach Deutschland.
Kostenfrei für Mitglieder von Training aktuell
Downloaden
Kostenfrei für Mitglieder von Training aktuell
Downloaden
Tools zur Beschreibung individueller Eigenschaften und Stärken gibt es viele, darunter die bekannten Modelle von Insight, das DiSC- oder das Reiss Profile. Jetzt kommt noch ein neues hinzu, das sich in mancher Hinsicht deutlich unterscheidet. Neu ist es allerdings nur auf dem deutschen Markt, in seinem Ursprungsland ist das von Daniel Ofman entwickelte Tool bereits seit Jahrzehnten in Unternehmen, Schulen und weiterbildenden Institutionen etabliert. Die Rede ist vom Kernquadrate-Modell, das auf den Petersberger Trainertagen 2013 erstmals einem größeren deutschen Fachpublikum vorgestellt wurde. Wie es funktioniert, beschrieb Jos Donners, Geschäftsführer der Management Akademie NRW, der das Tool in Deutschland bekannt machen will.

Das Kernquadrat ist, vereinfacht gesagt, eine Reflexionshilfe und zugleich eine Visualisierung von Stärken und Schwächen, möglichen Fehlerquellen und Reibungsflächen. Das Tool soll Qualitäten und Kompetenzen einzelner Menschen oder ganzer Organisationen sichtbar und Unterschiede besprechbar machen.

Die namengebenden Quadrate werden von vier Eigenschaften gebildet, die jeweils die positiven bzw. negativen Gegenstücke zueinander darstellen. Diese vier Eigenschaften werden immer im Zusammenhang betrachtet. Dadurch soll eine differenzierte Sicht auf vorhandene, gewünschte und zu vermeidende Eigenschaften eröffnet werden. 'Die Kernquadrate enthalten keine absolute Bewertung', betont Donners ein entscheidendes Prinzip. Im Gegensatz zu anderen Analysetools gibt es im Kernquadrat daher auch keine festen Kategorien, keine Farbschemata und keine Fragen, bei deren Beantwortung der Ehrgeiz der Teilnehmer eine Rolle spielt. Vielmehr geht es darum, Eigenschaften aus verschiedenen Winkeln zu betrachten und zum Beispiel zu schauen, was passiert, wenn eine an sich positive Eigenschaft übertrieben wird. Donners sieht darin einen Vorteil dieses Tools. 'Niemand muss ein schlechtes Urteil fürchten. Das führt in der Anwendung zu einer hohen Akzeptanz.'

Extras:
  • Abbildung von drei Kernquadraten mit den Gegensatzpaaren Realismus vs. Begeisterung, Gründlichkeit vs. Unbekümmertheit, Hilfsbereitschaft vs. Loslassen
  • Die vier Ecken eines Kernquadrats: Kernqualität - Falle - Herausforderung - Allergie

Autor(en): Sascha Reimann
Quelle: Training aktuell 06/13, Juni 2013, Seite 21-23
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben