Organisation

DIN ISO 29990

Die neue Norm für alle Fälle?

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat ein neues Qualitätsmanagementmodell für die Bildungsbranche auf den Markt gebracht – und damit die Vielfalt der bestehenden Systeme weiter vergrößert. Dr. Barbara Veltjens erklärt, wo die Vorteile der neuen Norm liegen, und wo Konkurrenten wie das LQW punkten.
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Zwei Kürzel zeichnen die neue Bildungsnorm aus und erzählen gleichzeitig ihre Geschichte: Die DIN ISO 29990 wurde im Arbeitsausschuss 'Bildungsdienstleistungen' des Deutschen Instituts für Normung (DIN) in Berlin seit 2006 erarbeitet; die internationale Anerkennung (und damit das Kürzel ISO) bekam sie im September 2010 von der International Standardization Organization (ISO). Jetzt soll sich die DIN ISO 29990 etablieren als einheitlicher, weltweit gültiger Management- und Service-Standard für die Aus- und Weiterbildung. Doch wie stehen ihre Chancen, sich in der Kakophonie der Qualiätsmanagementsysteme durchzusetzen?

Für Aufmerksamkeit sorgt die Herkunft: Die DIN-ISO-Normenreihe hat von Beginn an eine bedeutende Rolle für die Qualitätsbemühungen in der Aus- und Weiterbildung gespielt, da sie in der Wirtschaft bereits etabliert war, lange bevor der Qualitätsdiskurs in der Bildungsbranche begann. Für wirtschaftsnahe Bildungsorganisationen war die DIN ISO 9001 daher ein naheliegendes Qualitätsmanagementmodell. Mit zunehmender Akzeptanz des Qualitätsthemas in der Bildungslandschaft wandten sich sogar Einrichtungen aus der allgemeinen Aus- und Weiterbildung der DIN-Normenreihe zu – ohne dass die Kritik an den DIN-Normen leiser geworden wäre. Bemängelt wurden beispielsweise die nicht bildungsbezogene Sprache, die zum Teil nicht relevanten Normanforderungen sowie der erhebliche Verwaltungsaufwand, der mit der Anwendung der DIN-Norm verbunden ist.

Extras:
  • Gegenüberstellung von DIN ISO 29990 und LQW
  • Service: Wo Sie weiterführende Informationen finden
Autor(en): Barbara Veltjens
Quelle: Training aktuell 01/11, Januar 2011, Seite 34-36
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