Information

Coaching-Umfrage Deutschland

Was verdienen Coachs?

Die aktuelle Coaching-Umfrage Deutschland zeigt die Branche im Aufwind: Die Befragten sind zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Lage und freuen sich über steigende Stundensätze. Zwei Entwicklungen könnten den Aufschwung allerdings bremsen.
Kostenfrei für Mitglieder von Training aktuell
Downloaden
Die Coaching-Branche blickt optimistisch in die Zukunft – das zumindest ist ein Ergebnis der neunten Coaching-Umfrage Deutschland, die im März 2011 veröffentlicht wurde. 44 Prozent der 367 teilnehmenden Coachs gaben an, dass sich ihre wirtschaftliche Situation 2010 im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat. 35 Prozent sahen keine wesentliche Veränderung; nur knapp neun Prozent sahen eine Verschlechterung in dieser Zeit.

Ein Grund für die insgesamt positive Bewertung der wirtschaftlichen Situation könnte der durchschnittliche Stundensatz von Coachs sein, der nach der aktuellen Umfrage bei 153 Euro liegt. Damit hat er noch nicht den Spitzenwert von 158 Euro aus dem Jahr 2008 erreicht, trotzdem wird nach der Krise wieder eine Aufwärtstendenz deutlich: Im Vorjahr lag der Stundensatz bei nur 145 Euro. 

Mit dem ermittelten Durchschnittsstundensatz kann jedoch längst nicht jeder Coach rechnen. Ein genauer Blick auf die Daten zeigt, dass der erzielte Stundensatz abhängig ist von Geschlecht, Berufserfahrung und Arbeitszeit. Die erste – wahrscheinlich wenig erstaunliche – Erkenntnis: Frauen erzielen geringere Honorare als Männer. Der durchschnittliche Stundensatz der Frauen beträgt 139 Euro, bei den Männern liegt er bei 169 Euro.
 
Der vermutete Grund für den niedrigeren Stundensatz der Frauen: die Arbeitszeit. Schließlich ist auch im Angestelltenbereich für den Karriereverlauf und das Gehalt u.a. die Frage entscheidend, ob der Arbeitnehmer vollzeit- oder teilzeitbeschäftigt ist. Diese These ließ sich jedoch nicht verifizieren: Die Studie zeigt eine nahezu identische durchschnittliche Arbeitszeit von Männer und Frauen; Frauen arbeiten sogar minimal mehr (32,5 Wochenstunden im Vergleich zu 32,3 Wochenstunden).

Extras:
  • Wie haben sich die Honorare entwickelt: Die Grafik zeigt die duchschnittlichen Stundensätze von 2004 bis 2010
  • Grafik: Wie Lebensalter und Stundensatz zusammenhängen
  • Service: Weitere Informationen über die Studie, Bezugsquelle
Autor(en): Jörg Middendorf, Ulrich Dehner
Quelle: Training aktuell 04/11, April 2011, Seite 6-9
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben