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CUBE – Das Visu-Event 2025
CUBE – Das Visu-Event 2025

Wie im Kunstatelier

Wie lassen sich mit einfachen Formen aussagekräftige Bilder entwickeln? Wie gewinnen Präsentierende Sicherheit beim Visualisieren unter Zeitdruck? Und welchen Mehrwert bietet kollaboratives Gestalten? Antworten auf diese Fragen lieferten acht Visualisierungsprofis beim Visu-Event CUBE am 5. Dezember 2025. Für die Veranstaltung des Verlags managerSeminare verwandelte sich die „wohngemeinschaft“ in Köln für einen Tag in einen Raum des anschaulichen Lernens, Ausprobierens und gemeinsamen Denkens.
Gleich zu Beginn von CUBE durften die Teilnehmenden das erste Mal zum Stift greifen: Beim Zeichnen ihrer Sitznachbarn als Einlinienporträts à la Picasso wurden neben den Visualisierungskünsten auch die Lachmuskeln trainiert. managerSeminare Verlags GmbH

Visualisierungsprofi und CUBE-Programmkurator Axel Rachow mit einem der namensgebenden ­„Cubes“. Die sechs Seiten des Würfels stehen stellvertretend für die sechs Kompetenzbereiche der Visualisierung, die das Event thematisiert: Figuren, Schrift, Medien, Komposition, Präsentation, Bilder. managerSeminare Verlags GmbH

Wie im Kunstatelier: Die Einlinienzeichnungen à la Picasso, die die Teilnehmenden zu Beginn von ihren Sitznachbarn gezeichnet hatten, waren in den Pausen an Pinnwänden fixiert für alle zu bestaunen. managerSeminare Verlags GmbH

INFOS

  • Ein filmischer Nachklapp findet sich unter: managerseminare.de/Video/283584
  • 2026 wird CUBE – Das Visu-Event als sechsteilige Webinar-Reihe an den Start gehen. Starttermin voraussichtlich im September.

Johannes Sauer begann seine Plenumssession mit einer symbolischen Geste: Er öffnete den namensgebenden „Cube“ – und machte damit sichtbar, welche Kniffe im Visualisieren stecken. Was er dem Würfel entnahm, sorgte zunächst für überraschte Gesichter im Publikum: ein aus Pappe ausgeschnittener Bambi. Wem dieser selbst gebastelte „deutsche Medienpreis“ gebühren sollte, ließ der Visualisierungsexperte offen. Allein das Bild genügte, um Aufmerksamkeit und Erwartung beim Publikum zu erzeugen. Anschließend wurde es praktisch. Sauer lud die Teilnehmenden ein, auf ihren Klemmbrettern ein Pferd zu zeichnen – ein Motiv, wie er einräumte, das selbst für Geübte eine Herausforderung sei. Im weiteren Verlauf zeigte er, dass das Unterfangen leichter wird, wenn sich der Zeichnende an präg­nanten Merkmalen orientiert: in diesem Fall an Hufen, Schweif, Ohren oder Sattel. So entwickelte Sauer mit wenigen Strichen und zwei Ovalen ein erkennbares Bild von einem Pferd. Wo die Darstellung an Grenzen stößt, kann aber auch eine Beschriftung Klarheit schaffen – wie Sauers spontan gezeichnete Pinnwand mit der Aufschrift „Pferd hinter Pinnwand“ humorvoll illus­trierte. Zum Abschluss löste Sauer noch den zuvor aufgebauten Spannungsbogen auf: Der Bambi ging an das gesamte Publikum – als augenzwinkernde Auszeichnung für Aufmerksamkeit, Neugier und aktives Mitzeichnen. managerSeminare Verlags GmbH

Bei der Mittagsaktion „Take a Cube“ konnten die Teilnehmenden an verschiedenen Stationen die sechs Seiten ihres eigenen Pappwürfels mit Reflexionsmethoden, interaktiven Elementen oder feiertäglichen Statements füllen. managerSeminare Verlags GmbH
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Paula Föhr zeigte in ihrem Workshop, wie sich Blitzlichtrunden – also schnelle Abfragen, bei denen Gruppenmitglieder kurz und prägnant ihre Meinung oder Gedanken zu einem bestimmten Thema oder einer Frage äußern – live visualisieren lassen. Während die Teilnehmenden eingangs typische Einsatzfelder einer Blitzlichtrunde sammelten, z.B. Feedback, Reflexion oder Stimmungsabfragen, illustrierte Föhr die genannten Punkte gleichzeitig auf dem Flipchart. So entstand während des Geschehens ein Eindruck davon, wie Visualisierung Nähe schaffen und eine sonst sehr schnelle Abfragerunde spürbar verlangsamen kann. Anschließend kamen die Teilnehmenden selbst ins Tun: In Vierergruppen lasen sie sich Fragen vor – etwa „Was sind eure Learnings des Tages?“ – und visualisierten die Antworten der anderen live mit. In der gemeinsamen Auswertung zeigte sich, dass das Zeichnen unter Zeitdruck zunächst herausforderte, dass aber schon bald mehr Sicherheit entstand. Föhr empfahl, sich ein kleines Set abrufbarer Icons zuzulegen und Visualisierungen mit Rahmen, Farbe und kurzen Texten zu unterstützen, damit Live-Visualisierungen noch klarer und leichter erfassbar werden. managerSeminare Verlags GmbH

Martin Staude startete seinen Workshop zur kollaborativen Visualisierung mit einem ebenso alltäglichen wie überraschenden Ausgangspunkt: einem Toastbrot. Die Teilnehmenden sollten zeichnerisch festhalten, welche Schritte aus ihrer Sicht notwendig sind, um einen Toast zuzubereiten. Beim anschließenden Gallery Walk zeigte sich schnell: Kein Ablauf gleicht dem anderen. Und doch zerlegen alle den Vorgang in einfache Bausteine, die am Ende wieder zu einem Ganzen zusammengefügt werden. Genau dieses Aufbrechen in einzelne Knoten sei entscheidend, erläuterte Staude. Erst dadurch werde sichtbar, welche Aspekte eines Prozesses relevant sind – und in welcher Abfolge sie sich am verständlichsten vermitteln lassen. Im nächsten Schritt wechselte der Workshop vom Individuellen ins Gemeinsame. Hatten die Teilnehmenden zuvor allein mit Papier und Post-its gearbeitet, entwickelten sie nun in Vierergruppen eine gemeinsame Visualisierung des Toastprozesses. Auf den Pinnwänden entstanden Strukturen, Alternativen und Hierarchien: Eine Gruppe etwa skizzierte zwei Wege zum Toast – den langen über selbst gebackenes Brot und den kurzen über den Einkauf im Supermarkt. In der abschließenden Auswertung trat der zentrale Mehrwert kollaborativer Visualisierung hervor: Während im ersten Gallery Walk noch Uneinigkeit über den „richtigen“ Ablauf dominierte, präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse nun geschlossen – getragen von gemeinsamer Verständigung und geteilten Entscheidungen. managerSeminare Verlags GmbH

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