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Beitrag von Klaus Eidenschink aus Training aktuell 02/26, Februar 2026
Der vor mir sitzende Controlling-Leiter soll befördert werden und kommt ins Coaching, um „besser im Umgang mit Konflikten“ zu werden. Es ist ein stiller, sensibler, „verkopfter“ Mensch, der distanziert und kühl-freundlich wirkt. „Wie reagieren Sie denn üblicherweise auf Konflikte?“ Er antwortet: „Ich versteinere innerlich!“ Nun muss man kein Traumaexperte sein, um bei solch einer Formulierung hellhörig zu werden. Jedenfalls gilt es zu prüfen, ob da jemand als Lösung für elementare Nöte eine Shut-down-Lösung wählt und sich selbst „einfrieren“ lässt. Das vegetative Nervensystem übernimmt das innere Steuer.
Menschen mit Traumafolgestörungen landen oft nicht (gleich) beim Psychotherapeuten. Sie landen beim Arzt, der für die Behandlung des Körpers zuständig ist, sie landen vor Gericht oder bei der Bundesagentur für Arbeit und sie landen oft – seitdem es sie gibt – bei Coachs. Dort landen sie deshalb, weil es (auch) eine Folge ihrer seelischen Not ist, dass sie erfolgreich sind. Manche seelischen Überlebensstrategien geben das her: