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Befragung: Auf dem Weg zur Spitzezählt Individualität

Viele Wege führen nicht nur nach Rom, sondern auch in die Top-Positionen der Wirtschaft. Das ist das zentrale Ergebnis einer Befragung von 212 Top-Managern durch die Personalberatung Heidrick & Struggels - Mülder & Partner. Die 'Wege zur Unternehmensspitze' - so der Titel der Untersuchung - sind so unterschiedlich wie die Personen, die diesen Weg gegangen sind.
Schon die Motivation, die die Befragten zu Geschäftsführern, Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern hat werden lassen, ist unterschiedlich. Sie ist laut Studienergebnis vor allem von der Herkunft der Führungskraft abhängig: Stammten die Manager aus einfachen Verhältnissen, trieb sie in erster Linie der Ehrgeiz, nach oben zu kommen. Sind sie in gut bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen, war oftmals der Wille nach Unabhängigkeit vom Elternhaus ausschlaggebend.
Die Individualität des einzelnen steht auch bei den Karriereschritten im Vordergrund. Keiner der interviewten Manager hatte seine Karriere von Anfang an durchgeplant. Entscheidend war jedoch bei allen, so die Ergebnisse, der absolute Wille zum Erfolg verbunden mit überdurchschnittlichem Engagement. Einig sind sich die Befragten, daß Intelligenz zwar eine notwendige, längst aber nicht hinreichende Voraussetzung für das Top-Management ist. Erst wenn sie sich mit persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften, allen voran Risikobereitschaft und Entscheidungsfreude, verbinde, werde sie zum Erfolgsfaktor.
Auffallend war bei der Befragung im Vergleich zu einer Studie, die Heidrick & Struggels - Mülder & Partner im Jahr 1982 zum gleichen Thema durchgeführt hat, die Ähnlichkeit der Antworten. Dir traditionelle Rollenverteilung in Ehe und Familie beispielsweise hat sich trotz Emanzipation in über 15 Jahren kaum verändert. Ebenso wird Weiterbildung laut Studie als lebenslanges Lernen zwar gepredigt, aber damals wie heute kaum mehr praktiziert, sobald die erste Führungsebene erreicht ist. Auch hinsichtlich der individuellen Erfolgsfaktoren hat sich zwar die Terminologie, nicht aber der Inhalt geändert: Haben die Manager 1982 von Härte, Ausdauer und kämperferischer Grundeinstellung als Erfolgsfaktoren geredet, werden heute Einsatz, Disziplin und Zielstrebigkeit genannt.
Ganz im Sinne des Tenors 'Karrieren basieren nicht auf Patenrezepten' schließt die Studie nicht mit Tips und Erfolgsrezepten, die den Weg an die Unternehmensspitze garantieren wollen, sondern mit einer 'Rezeptologie'. Diese gibt Hilfestellungen, die die Erfolgsaussichten lediglich erhöhen wollen.
Autor(en): (nbu)
Quelle: Training aktuell 09/99, September 1999
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