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BIBB: 'Berufliche Bildung muß echte Alternative zum Studium werden'

Der Hauptausschuß des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Berlin hat die gesetzliche Aufgabe, die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung zu beraten. Dieses Gremium, bestehend aus Beauftragten der Arbeitgeberorganisationen, der Gewerkschaften, des Bundes und der Länder, hat im März den Entwurf des Berufsbildungsberichtes 1995 beraten und seine Stellungnahme beschlossen. Diese enthielt unter anderem folgende Punkte:

• Das Angebot an Ausbildungsplätzen hat sich gegenüber 1993 weiter verringert. Gründe sind Personalabbau und hohe Ausbildungskosten.
• Die Attraktivität der beruflichen Bildung muß gestärkt und die Entwicklungschancen ihrer Absolventen verbessert werden, damit sie zu einer echten Alternative zum Hochschulstudium wird. Berufsausbildung muß zusätzliche Karrierewege herstellen. Voraussetzung ist eine qualitative Verbesserung betrieblicher Ausbildung, eine Erhöhung der Ausbilderqualifikation und eine bessere Abstimmung zwischen Betrieb und Berufsschule. Der Hauptausschuß appelliert an die Träger des Beschäftigungssystems, den Absolventen der beruflichen Bildung im dualen System gleiche Möglichkeiten für die Beschäftigung, die Bezahlung, für Weiterqualifizierung und damit in Verbindung stehenden Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb der Betriebe und Verwaltungen zu geben.
• Über die Intensivierung von Schulungsmaßnahmen für Prüfer hinaus sind auch Qualifizierungsmaßnahmen für Aufgabenersteller zu entwickeln, die den sich ändernden Anforderungen gerecht werden. Verfahren zur Qualitätssicherung sind auch in diesem Zusammenhang unumgänglich.
Autor(en): (eab)
Quelle: Training aktuell 05/95, Mai 1995
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