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Als Weiterbildungsprofi auswandern
Als Weiterbildungsprofi auswandern

Sommer, Palmen, Sonnenschein ...

Viele Trainer, Beraterinnen und Coachs, die ihr Business als Selbstständige ortsunabhängig ausüben können, spielen mit dem Gedanken, Deutschland dauerhaft den Rücken zu kehren. Was es dabei zu beachten gilt und welche Herausforderungen sich bei einem Emigrationsvorhaben ergeben können, erklärt Trainerausbilder Marius Jost.

Trainings unter Palmen, Coaching am Strand? Viele Weiterbildungsprofis träumen diesen Traum mehr als nur einmal während ihrer Laufbahn – und spielen unter Umständen sogar ganz konkret mit dem Gedanken, ins Ausland auszuwandern. Die Aussicht auf ein ganzjährig mildes Klima, eine Fülle von Sport- und Freizeitmöglichkeiten sowie einen entspannteren Lebensrhythmus ist allzu verlockend. Zudem gibt es für Einwanderer, die Spezialwissen oder Kapital mitbringen, in vielen Ländern politisch gewollte Vereinfachungen und Erleichterungen im Bereich der Handelsgesetze. Und auch die Vorstellung, im europäischen Ausland erhebliche steuerliche Vorteile und ein niedrigeres Preisniveau zu haben – etwa im Hinblick auf Transport, Lebensmittel, Wohnen und Heizkosten (Letztere fallen im südlichen Europa vielerorts ganz weg) –, steigert den Reiz, die Zelte in Deutschland abzubrechen.

Dass dieses Vorhaben Realität werden kann, ist dabei gar nicht so unwahrscheinlich – zumindest gilt das für selbstständige Trainer, Beraterinnen und Coachs. Denn wie die Corona-Pandemie gezeigt hat, ist es dank Zoom, Mural und Co. sehr gut möglich, Menschen weiterzubilden, ohne dabei mit ihnen am selben Ort zu sein. Mich selbst hat dieser Umstand dazu verleitet, Anfang 2021 meine Koffer zu packen und nach Madeira auszuwandern. Von dort aus arbeite ich nun als Business Trainer und als Lehrtrainer. Doch wie bin ich an diesen Punkt gelangt? Was musste ich beim Auswandern alles beachten? Welche Hürden gab es zu überwinden? Und halte ich meine Trainings wirklich cocktailschlürfend am Strand ab?

Die Kokosnuss-Fantasie

Um die letzte Frage direkt zu beantworten: Nein! Kein Profi wird je live ein Business Training unter Palmen abhalten oder Klienten am Strand coachen – und zwar ganz egal, welche gegensätzlichen Behauptungen die zahlreichen unseriösen Online-Gurus aufstellen, die „Coachs, Beratern, Trainern und Experten“ den „Ausstieg aus dem Hamsterrad“ und ein „Arbeiten unter Palmen“ mit Cocktail aus der Kokosnuss versprechen. Sie zeichnen nicht nur unrealistische Bilder, sondern verbreiten auch gefährliches Halbwissen – etwa jenes, dass Menschen ohne festen Wohnsitz keine Steuern zahlen müssen, eine Annahme, die schlichtweg falsch ist.

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