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1. NLP-Weltkongress: Kampf für globale Qualitätsstandards

Zum '1. NLP-Weltkongress' lädt die International Association of NLP-Institutes (IN) im Mai dieses Jahres. Ein Hauptziel des Kongresses: NLP-Kurzausbildungen soll Einhalt geboten werden. Über weitere Ziele und Inhalte des Kongresses und über die Frage, was den Kongress eigentlich zu einem Weltkongress macht, sprach Training aktuell mit Karl Nielsen, dem Präsidenten des IN.

Nach rund 35 Jahren NLP lädt die IN zum ersten NLP-Weltkongress. Warum wurde es Zeit für einen globalen NLP-Kongress?

Karl Nielsen: Es hat einen großen Professionalitätssprung im NLP gegeben - und zwar weltweit. Vielen wird mehr und mehr bewusst, dass NLP eine Methode mit ausgefeilten Lehrmethoden und Techniken ist, die eben nicht nebenher zusammen mit 100 Leuten in ein paar Tagen erlernt werden kann. Diese neue Professionalität muss sichtbar gemacht werden.

Dennoch werden immer noch viele NLP-Kurzzeittrainings angeboten ...

Nielsen: Und genau dagegen richten wir uns mit dem Kongress. So haben wir z.B. nur Referenten eingeladen, die NLP-Trainings mit einer Dauer von mindestens 18 Tagen anbieten. Robert Dilts - den ich persönlich sehr schätze - haben wir z.B. nicht angefragt, da er u.a. eine NLP-Practitioner-Ausbildung in neun Tagen offeriert.

Dass sie einen weltweiten Trend hin zu mehr Professionalität im NLP darstellen wollen, macht Ihren Kongress aber noch nicht zu einem Weltkongress.

Nielsen: Nein. Den Terminus Weltkongress haben wir aus zwei Gründen gewählt: Zum einen liegt der inhaltliche Schwerpunkt des Kongresses auf der Entwicklung der Talente, die jeder Mensch in sich trägt. Zum anderen treten hochkarätige Referenten aus aller Herren Ländern auf: Shelle Rose Chravet aus Canada, die Österreicherin Gundl Kutschera, Leo Angart aus Hongkong usw.

Auf wessen Vortrag sind Sie besonders neugierig?

Nielsen: Natürlich bin ich auf alle Vorträge neugierig. Besonders spannend sollte aber der Vortrag von Mohamad Ashour aus Saudi-Arabien werden. Denn dort haben sich besonders in der Identitätsentwicklung viele NLP-Spezifika herausgebildet, vor dem Hintergrund einer uns ziemlich fremden Kultur.

Inwieweit sollten die Teilnehmer mit NLP vertraut sein, um den Vorträgen folgen zu können?

Nielsen: Die Referenten sind alle Vollblut-Profis. Das heißt: Sie werden ihre Vorträge so gestalten, dass sowohl für eingefleischte NLPler als auch für jene, die erst einmal in die Thematik hineinschnuppern wollen, etwas dabei ist. Zudem haben wir in den Kongress Fortbildungen für die Teilnehmer eingebaut.

Das heißt konkret?

Nielsen: Es gibt sieben Inspirationen à 20 Minuten. In diesen werden die Besucher auf die Vorträge und Workshops der Speaker vorbereitet. Zudem vermitteln die insgesamt 22 Inspiratoren das Modell der Werteentwicklung der Menschheit nach Clare Graves.

Werden die Teilnehmer auf dem Kongress auch die Möglichkeit haben, sich über andere NLP-Verbände zu informieren?

Nielsen: Ja. Wir kooperieren mit NLP-Verbänden weltweit. Bisher haben die internationalen Verbände IANLP und INLPA sowie der niederländische NVNLP und der englische BBNLP zugesagt.

Und deutsche NLP-Verbände, z.B. der DVNLP, sind nicht vertreten?

Nielsen: Wir haben allen deutschen Verbänden Kooperationen angeboten. Doch diese zeigten sich bis jetzt sehr zurückhaltend.

Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Nielsen: Ein Grund könnte sein, dass die Problematik der NLP-Kurzausbildungen, gegen die wir uns mit dem Kongress richten, in Deutschland noch kein großes Thema ist. In den Englisch sprachigen Ländern dagegen brennt dieses Thema den NLPlern unter den Nägeln. Entsprechend groß ist die Kooperationsbereitschaft der dortigen Verbände. Natürlich stehen aber unsere Türen allen NLP-Verbänden, auch den deutschen, nach wie vor weit offen.

Der '1. NLP-Weltkongress' findet vom 26. bis zum 28. Mai 2006 in Potsdam statt. Kosten: 490,- Euro.
Autor(en): (ama)
Quelle: Training aktuell 03/06, März 2006
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