Lernen

Workshops lebendig gestalten

Die Muntermacher

Die Köpfe rauchen, die Luft ist raus, die ersten Teilnehmer beginnen verstohlen zu gähnen: Jeder Trainer kennt und fürchtet diese Situation. Jetzt gilt es, die Teilnehmer neu zu aktivieren und im wahrsten Sinne des Wortes Bewegung in die Gruppe zu bringen. managerSeminare fragte Trainer mit gänzlich unterschiedlichen Philosophien, Arbeitsweisen und Ansätzen nach ihren Kniffen, Methoden und Spielen, um Denkblockaden der Teilnehmer zu überwinden und die Aufmerksamkeit der Gruppe wiederherzustellen. Es berichten der 'Klassiker' (Max Meier-Maletz), der 'Spieler' (Axel Rachow), der 'Kreative' (Peter Flume) und der 'Motivator' (Jürgen Höller):
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Der Klassiker:

Gähnende, gelangweilte, stumpfe Teilnehmer in Seminaren, Workshops oder ähnlichen Veranstaltungen mit acht bis fünfzehn Personen erlebt jeder Anfänger im Trainingsberuf. Wer das nach einem Jahr Trainingsarbeit immer noch erlebt, macht etwas falsch.

Die Versuche, das Desinteresse durch Zwischenspielchen auszugleichen, lösen das Problem nicht. Die geistigen Klimmzüge, die von Trainern gemacht werden, um einem Spielchen einen themenbezogenen Nutzen anzudichten, wirken manchmal komisch. Spiele kosten das, was dem Trainer bezahlt wird: die Zeit. Darum sollten zeitraubende Auflockerungsspiele nur in extremen Ausnahmefällen verwendet werden. Sie sind auch nur selten wichtig. Auch nicht homogene Teilnehmergruppen vom ersten Kontakt beim ersten Seminartag bis zur Verabschiedung am letzten Seminartages zu interessieren, zu fesseln, ins Geschehen einzubinden, sie viel lernen und üben zu lassen und die Anwendung des Gelernten und Geübten in der Praxis vorzubereiten - möglichst zu überwachen - das ist des Trainers Aufgabe.

Da ich im Laufe von 15 Jahren über zwanzig Kollegen als Trainer ausbildete oder coachte, hier meine Tips für muntere Seminare:

1. Die Vorbereitung für einen guten Kontakt mit der Gruppe beginnt schon mit der Bedarfsanalyse weit vor dem Seminar. Glauben Sie nicht an den vom Unternehmen gefundenen Trainingsbedarf (allein!). Die eigene Analyse sichert dem Trainer, daß er mit seiner Themengewichtung, seinen Beispielen und Praxisübungen (bitte nicht Rollenspiele) die höchstmögliche Wirkung erzielt.
2. Zur Stimmung im Seminar trägt eine gute Wegbeschreibung ebenso bei, wie die Hinweise zum Finden des betreffenden Seminarraumes im Hotel…
Autor(en): Max Meier-Maletz, Axel Rachow, Jürgen Höller, Peter Flume
Quelle: managerSeminare 35, März 1999, Seite 82-91
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