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Wissensmanagement

Lebenssaft Information

Daß ohne Informationen nichts geht, ist eine profane Erkenntis. Dennoch sind die wenigsten Unternehmen in der Lage, sich den Dienst zu erweisen, brachliegende Informations-Potentiale zu erkennen und zu nutzen. Wie der Lebenssaft Information entdeckt und gemanagt werden kann, erläutert Dirk Sebald für managerSeminare.
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Information ist nicht eine zufällige Zutat zum Arbeitsprozess. Nein, Information ist das Blut, der Lebenssaft, der den gesamten Organismus des Unternehmens durchströmt und ihn lebensfähig macht. Wie in dem endlosen Blutkreislauf die roten Blutkörperchen den lebensspendenden Sauerstoff in jede Phase des menschlichen Körpers bringen, so transportieren Nachrichten die Information bis in die hintersten Verästelungen jedes Unternehmens.

Als Impulse halten Informationen Prozesse am Leben, die allein unternehmerische Betätigung ausmachen. Information, das ist der Stromstoß, der morgens in den Werkshallen die Lichter angehen lässt. Informationen sind die Impulse der Mikrochips, die den Werkzeugen ihre Stanzform geben. Ohne die Information, die ein Mouse-Klick im Vertriebssystem auslöst, druckt der Computer keine Versandpapiere für den Kunden, und ohne Info-Kick vom Verkauf wird die Debitoren-Abteilung keine Rechnung ausstellen.

An jedem Arbeitsplatz besteht ein ständig wechselnder Informationsbedarf, ein Verlangen nach jenen roten Blutkörperchen, die den Menschen zum Weitermachen motivieren und die den Arbeitsprozess in Gang halten. Deshalb muss es jedem Unternehmen darum gehen, jeden Mitarbeiter so nahe wie möglich an die Informationsquellen heranzubringen, die er für seine Arbeit braucht.

Klingt einfach, scheitert aber in der Praxis oftmals bereits an der Analyse des Informations-Potentials im Unternehmen: Führungskräfte der oberen und mittleren Ebene, die eine Bestandsaufnahme anregen und verantworten müssten, fühlen sich in aller Regel gar nicht so schlecht informiert. Oder sie erkennen sich als diejenigen, gegen die der Vorwurf mangelnder Informations-Bereitschaft gerichtet ist und machen dicht. An ihrer fehlenden Einsicht in die Notwendigkeit der Informationsweitergabe kann also alles schon scheitern…
Autor(en): Dirk Sebald, Nicole Bußmann
Quelle: managerSeminare 39, November 1999, Seite 26-34
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