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Weiterbildungsförderung

IG Metall fordert Bildungsteilzeit

Die IG Metall schwenkt ihre Fahne für die Weiterbildung. Laut ihrem erstem Vorsitzenden Detlef Wetzel will die Gewerkschaft mit der Forderung nach einer Bildungsteilzeit in die nächste Tarifrunde gehen, die kommenden Januar startet. Wetzel schwebt ein Modell ähnlich der Altersteilzeit vor, das er an einem Beispiel so skizziert: Wenn ein Beschäftigter eine zweijährige Weiterbildung absolvieren möchte, etwa ein Masterstudium, bekommt er in den zwei Jahren zuvor nur 80 Prozent seines Gehaltes ausgezahlt. Die anderen 20 Prozent werden angespart und für die Lohnfortzahlung in der Bildungspause verwendet. Die Arbeitgeber sollen den Betrag so weit aufstocken, dass der Beschäftigte in der Qualifizierungszeit wieder auf 80 Prozent seines Nettoentgelts kommt. Auch der Staat soll sein Scherflein beitragen: Um die Belastung für die Arbeitgeber zu senken, sollen die Beträge zur Aufstockung des Gehalts in der Qualifizierungsphase steuerfrei gestellt werden. Aktuell wird innerhalb der Gewerkschaft noch diskutiert, ob in diesem Modell der Bildungsteilzeit eine Verpflichtung zum Verbleib im Unternehmen für eine bestimmte Zeit nach der Weiterbildung aufgenommen werden soll. In Österreich können Beschäftigte bereits seit dem 1. Juli 2013 Bildungsteilzeit beantragen. 'Das Angebot wird sehr gut angenommen', sagt Beate Sprenger, Pressechefin des Arbeitsmarktservice Österreich. Allein im zweiten Halbjahr 2013 hat der AMS mehr als 16.000 Leistungsanträge bewilligt. Vom Erfolg des österreichischen Modells lässt sich eine positive Prognose für eine mögliche Bildungsteilzeit in Deutschland, wie die IG Metall sie skizziert, ableiten. Denn zumindest vom Grundmuster her sind die Modelle vergleichbar.
Autor(en): (ama)
Quelle: managerSeminare 200, November 2014
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