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Wandel der Arbeitswelt

Die C-Pandemie löst dauerhaften ­Digitalisierungsschub aus

Home Office, remote Führen, digitale Geschäftsmodelle: Die Corona-Krise hat in den Unternehmen einen starken Digitalisierungsschub bewirkt. Diese Veränderungen werden auch nach der Krise langfristig erhalten bleiben – und noch weiter ausgebaut. Zu diesem Schluss kommt zumindest das Strategieberatungsunternehmen The Nunatak Group, das für eine Studie 230 Topmanager aus Firmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 30 Millionen Euro befragen ließ. Mehr als 80 Prozent von ihnen konnten während der Krise beobachten, dass in ihren Unternehmen neue Kollaborationstools genutzt, digitale Prozesse erschaffen und nachhaltige Digitalisierungsinitiativen ausgeweitet wurden. Eine deutliche Mehrheit der Befragten ist überzeugt, dass ebendiese Veränderungen auch nach der Krise erhalten bleiben – und unter anderem zu Verwerfungen im Wettbewerbsumfeld führen werden. 56 Prozent der Entscheider erwarten Insolvenzen von Wettbewerbern, 53 Prozent schätzen, dass neue Allianzen geschmiedet werden, und fast jeder Dritte befürchtet neue Wettbewerber am Markt.

Auch auf der Kundenseite gehen die befragten Manager von langfristigen Veränderungen aus: Rund drei Viertel erwarten, dass ihre Kunden zunehmend digitale Kanäle nutzen und ein erhöhtes Bedürfnis nach Sicherheit haben werden. Zudem werden in den Augen von mehr als der Hälfte der Befragten auch die Aspekte Nachhaltigkeit, Regionalität, Gesundheitsbewusstsein und soziale Verantwortung der Unternehmen für die Kunden wichtiger werden.

Um diesen Veränderungen von Arbeitswelt und Kundenbedürfnissen auch in Zukunft gerecht zu werden, sehen die befragten Topmanager zwei Prinzipien als zukunftsweisend an: 'Customer first' sowie 'Digital first'. 77 bzw. 76 Prozent der Entscheider sind überzeugt, dass Unternehmen langfristig kundenzentriert sowie so digital wie möglich aufgestellt sein sollten. Robert Jacobi, Gründer und Geschäftsführer von The Nunatak Group, erwartet: 'Die Chancen stehen gut, dass die digitale von einer nachhaltigen Transformation begleitet wird. Entscheider sollten ihre digitale und nachhaltige Wertschöpfungskette als differenzierendes Attribut der Marke kundenwirksam im Markt etablieren.'

Wie sich die corona-bedingten Veränderungen langfristig entwickeln werden
Einführung digitaler Prozesse: 17% keine Veränderungen, 7% zurück zum Pre-Corona-Zustand, 33% bleibt langfristig erhalten, 43% wird ausgeweitet
Neue Kollaborationswege: 14% keine Veränderungen, 9% zurück zum Pre-Corona-Zustand, 45% bleibt langfristig erhalten, 33% wird ausgeweitet
Nachhaltige Ausweitung von Digitalisierungsinitiativen: 20% keine Veränderungen, 8% zurück zum Pre-Corona-Zustand, 37% bleibt langfristig erhalten, 34% wird ausgeweitet
Einführung digitaler Geschäftsmodelle: 26% keine Veränderungen, 7% zurück zum Pre-Corona-Zustand, 35% bleibt langfristig erhalten, 33% wird ausgeweitet
Veränderungen der Organisationsstruktur: 27% keine Veränderungen, 10% zurück zum Pre-Corona-Zustand, 37% bleibt langfristig erhalten, 27% wird ausgeweitet
Produkt- bzw. Service-Innovationen: 25% keine Veränderungen, 10% zurück zum Pre-Corona-Zustand, 43% bleibt langfristig erhalten, 22% wird ausgeweitet

Grafik www.managerseminare.de; Studie #NextLevelDigital des Strategieberatungsunternehmens The Nunatak Group, n=230 Topmanager aus Firmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 30 Millionen Euro, 2020.
Autor(en): Marie Pein
Quelle: managerSeminare 270, September 2020
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