Management

Vorgesetztenbeurteilung

Der heiße Stuhl

Vorgesetztenbeurteilungen sind in Mode. In immer mehr Unternehmen sollen Mitarbeiter ihre Chefs beurteilen. Das, was auf den ersten Blick nach einem Mandat der Macht für den Mitarbeiter ausssieht, bleibt jedoch weitgehend folgenlos für Bankkonto und Karriereverlauf des Vorgesetzten. Praktizierte Demokratie findet nicht statt, der Chef wird nicht per Stimmzettel aus seinem Amt gewählt. Ebenso wenig wird die Hierarchie damit auf den Kopf gestellt. Was aber bringt sie dann, die Vorgesetztenbeurteilung? ManagerSeminare fragte nach.
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Die Stunde der Wahrheit naht: Coach, Vaterfigur oder Despot? - Manche Führungskraft ist überrascht, was ihr da von ihren Mitarbeitern bescheinigt wird. Was einige aus Angst vor schlechten Noten lieber umgehen würden, ist in vielen Unternehmen jedoch bereits an der Tagesordung. In Vorgesetztenbeurteilungen kommen die zu Wort, die die Führungskompetenz bzw. -inkompetenz des Chefs täglich unmittelbar am eigenen Leib erfahren: Die Mitarbeiter. Auf dem Prüfstand steht allerdings nicht die fachliche Leistung des Vorgesetzten, sondern lediglich sein Führungsgeschick.

Das Prozedere läuft in allen Unternehmen ähnlich ab: Als Grundlage dient ein Fragebogen, der verschiedene Aspekte von Führung abklopft: Wie ist es um das Informationsverhalten des Chefs bestellt? Gibt er Feedback? Kann er Kritik vertragen? Die Beantwortung durch die Mitarbeiter erfolgt anonym. Auch der Vorgesetzte selbst wird befragt. So soll er sein Selbstbild mit der Fremdeinschätzung vergleichen können…
Autor(en): Nicole Bußmann
Quelle: managerSeminare 31, April 1998, Seite 54-60
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