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Lernen von Leitfiguren

Vorbilder im Business

Kinder brauchen Vorbilder, Jugendliche auch. Aber Erwachsene? Und gar Führungskräfte? Unbedingt, sind sich Weiterbildner, Arbeitsweltexperten und Psychologen einig. Ihre Argumente: Vorbilder fördern Fähigkeiten, zeigen Handlungsalternativen und machen Ziele sichtbar. Der aber wohl wichtigste Grund: Ein Vorbild zu haben, bereitet darauf vor, ein Vorbild zu werden.


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An Christians erstem Schultag kam Frau Heine in die Klasse, malte mit bunter Kreide etwas an die Tafel und zeigte den i-Dötzchen ihre verschmierte Hand. Ein kollektives 'Iiih' kam zur Antwort, worauf die Lehrerin sagte: Jetzt habt ihr euren ersten Buchstaben gelernt.

Christian ist mittlerweile erster Mann im Staate und Frau Heine eins seiner ersten Vorbilder. 'Von ihr habe ich damals – natürlich unbewusst – gelernt, dass sich Bilder tiefer ins Gedächtnis einprägen als Worte', hat Christian Wulff einmal einer Journalistin geschrieben, die sich nach seinen Vorbildern erkundigt hatte. Im seitenlangen Antwortbrief tauchten viele weitere Namen auf: Alfred Herrhausen, Großvater Wilhelm, Friedrich August von Hayek, Freya von Moltke und sogar Günther Netzer ... sie alle haben Wulff – wie er sagt – den Weg gewiesen. Der Bundespräsident hat eine ganze Phalanx von Vorbildern.

Mit seinem Bekenntnis zum Vorbild trifft Christian Wulff den Zeitgeist. Laut einer 2010 veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Accenture haben oder hatten vier von fünf Führungskräften Vorbilder. 94 Prozent der 246 befragten Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stimmten außerdem der Aussage zu, dass Vorbilder 'die Entwicklung des Menschen fördern und fordern'. Idole sind in. Wieder.

Denn es ist noch gar nicht lange her, da hatten Vorbilder keinen leichten Stand, erst recht nicht im Business. 'Vorbildern haftete etwas Muffiges an, etwas Verstaubtes', sagt Trendforscherin Imke Keicher, die vor allem die Arbeitswelt beobachtet. Manche Manager erklärten sie sogar zum Feindbild, weil sie die eigene Originalität bedroht sahen, und scheuten sie wie die Blumenkinder die Armee. 'Ich bin lieber ein schlechtes Original als eine perfekte Kopie', hieß es selbstbewusst aus den Teppichetagen.

Extras:

  • Multifunktionale Mithelfer: Was Vorbilder leisten
  • Die Methode Modeling: Wie diese NLP-Technik funktioniert
  • Leserbefragung: Die Ergebnisse der managerSeminare-Umfrage zum Thema „Vorbilder im Business“
  • Literaturtipps: Kurzrezensionen von zwei Büchern zum Thema Vorbilder sowie einer Veröffentlichung über Spiegelneurone

Autor(en): Andree Martens
Quelle: managerSeminare 156, März 2011, Seite 38 - 44 , 25235 Zeichen

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