Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Schweigen ist Gold...

Vertraulichkeit im Training

Der erfahrene Trainer weiß um die Stärken und Schwächen seiner Teilnehmer und kann meist einiges über deren Eignung für ihre Aufgaben im Unternehmen sagen. Informationen, nach denen Vorgesetzte die Hälse recken. Doch auch wenn es paradox klingt: Mehr nutzt der Trainer dem Unternehmen, wenn er sein Wissen für sich behält.

kostenfrei für Abonnenten
von managerSeminare
komplette Ausgabe
als ePaper: 8,50 EUR

Die Diskussion dreht sich seit geraumer Zeit im Kreis. Zwei interne Kandidaten stehen zur Wahl für den zu besetzenden Posten eines Bereichsleiters. Jeder Kandidat hat unter den Managern seine Fürsprecher und Gegenredner. Der Personalchef erinnert sich, dass beide Anwärter an einem Fortbildungsseminar für Führungskräfte bei einem ihrer internen Trainer teilgenommen haben. Daraufhin bestellen die Manager den Trainer zum Gespräch und bitten ihn um seine Meinung zu den beiden Kandidaten im Hinblick auf Führungsqualitäten, Motivation etc.

“Ja, ich erinnere mich gut an diese beiden Führungskräfte. Doch ich möchte bezüglich meiner Eindrücke über sie keine Aussage machen - wir haben Vertraulichkeit vereinbart”, antwortet der Trainer freundlich aber bestimmt. Die Manager sind verdutzt. Der Trainer verweigert ihnen bewusst Informationen, die für eine wichtige Entscheidung im Unternehmen von großer Relevanz sein können.

In der Tat spricht einiges dafür, die Eindrücke eines Trainers für die Personalpolitik zu nutzen. Denn oft hat nur dieser die Möglichkeit, die Führungskräfte intensiv und kontinuierlich über einen bestimmten Zeitraum zu beobachten - ein Vorgesetzter wird hierfür meist nicht die Zeit finden. Während der Zeit des Trainings erlebt der Trainer die Teilnehmer nicht nur im Umgang auf gleicher Augenhöhe mit Kollegen, sondern auch - zumindest in simulierter Form - im Umgang mit Untergebenen oder Vorgesetzten.

Doch die Tatsache, dass Trainer dieses Exklusiv-Wissen haben, bedeutet noch nicht, dass sie dieses Wissen auch weitergeben sollten - und dies auch tun. Im Gegenteil: In der Regel schweigen Trainer - zumindest, wenn sie professionell arbeiten.

Extras:

  • Voraussetzungen, Nutzen und Effekte vereinbarter Vertraulichkeit im Training.

Autor(en): Sabine Heß
Quelle: managerSeminare 88, Juli 2005, Seite 54 - 57 , 14783 Zeichen

ANZEIGE

Suche im Archiv


© 1996-2019, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier