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Verbandsquerelen: BDVT-Präsidium zurückgetreten

Das Präsidium des Berufsverbandes Deutscher Verkaufsförderer und Trainer (BDVT) hat das Handtuch geschmissen: Am 30. Juni 2001 sind Ursula Widmann-Rapp (Präsidentin), Hartmut Höfer (Stellvertreter), Claus von Kutzschenbach, Peter Krötenheerdt, Jürgen Potthoff und Robert Vernekohl (alle Vizepräsidenten) geschlossen zurückgetreten.

Als Grund für den Rücktritt haben sie angegeben, 'ständig und massiv durch Androhung von Klagen und anonymen Briefen' in ihrer Arbeit behindert worden zu sein. Ausschlaggebend sei letztlich die Androhung einer einstweiligen Verfügung gegen die Einstellung eines Geschäftsführers gewesen. Der Inhalt des Vertrages war bekannt geworden und hatte wohl ob der finanziellen Probleme des Verbandes zu Missstimmung unter einzelnen Mitgliedern geführt. Dem vorangegangen waren nach Auskunft von Ursula Widmann-Rapp zahlreiche Statements in der BDVT-internen Mailinglist, die immer wieder die Arbeit des Präsidiums in Frage gestellt haben. Doch auch anonym sind die Präsidiums-Gegner tätig geworden: Beispielsweise sind BDVT-Flyer verschickt worden, die einen Aufkleber mit dem Hinweis enthielten, der Ehrenpräsident Hans A. Hey hätte Ursula Widmann-Rapp zum Rücktritt aufgefordert - was dieser jedoch entschieden zurückweist.

Im Gegenteil: Hans A. Hey betont, dass er den Rückritt des Präsidiums außerordentlich bedauert. 'Ich hätte es wegen seiner hohen Innovations- und Leistungsfähigkeit gerne länger im Amt gesehen.' In der Innovationsfreude des Präsidiums sieht Hey aber auch die zum Teil heftig vorgebrachten Anfeindungen begründet. 'Das Präsidium hat viel, für einzelne Mitglieder vielleicht zu viel, gleichzeitig angepackt.' Der damit eingeleitete Wandel hätte nicht allen gefallen. Hey ist sich jedoch sicher, dass die neue Denke, die im Verband Einzug gehalten hat, auch mit einem Präsidiumswechsel bleiben wird. 'Der betuliche Verband, der der BDVT einmal war, wird er nie wieder', ist sich Hey sicher. Entsprechend sieht er die Aufgabe eines neuen Präsidiums darin, einen Weg zwischen Bewährtem und Neuem zu finden sowie den Verband zu konsolidieren und zu stabilisieren.

Gewählt werden soll ein neues Präsidium auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 24. August 2001. Anwärter tun nach Ansicht von Hey gut darin, ihr Konzept vorab dem Beirat - bestehend aus Peter Böhme-Köst, Herbert May, Manfred Sieg, Angelika Hamann, August Breil und Erwin Huebner - vorzustellen. Bis dahin führt das jetzige Präsidium die Geschäfte weiter.
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