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Veränderungsvorhaben

Kultur als Hemmschuh

Der Wandel hat die deutschen Unternehmen fest im Griff. Zumindest beschäftigen sich laut einer aktuellen Studie der ComTeam AG aus Gmund am Tegernsee viele der befragten 462 Unternehmensangehörigen den Großteil ihrer Arbeitszeit mit Change-Aufgaben. Bei einem Drittel macht die Arbeit in Wandelprojekten sogar 80 Prozent ihrer Gesamtarbeitszeit aus. Auf den ersten Blick überraschend: Über die Hälfte der Befragten findet den hohen Anteil an Change-Aufgaben 'ganz okay', nicht wenige würden sogar gern noch mehr in dieser Hinsicht tun. ComTeam-Senior-Partner Lorenz S. Forchhammer erklärt sich dieses Ergebnis mit der Stichprobe: Ein großer Anteil der Befragten ist im Bereich Personal und HR tätig, den zweitgrößten Teil machen Vorstände und Geschäftsführer aus. 'Es handelt sich also um Personen, die selbst zu den Initiatoren von Change-Projekten gehören', so Forchhammer. 

Tatsächlich gehen laut der Erhebung auch heute noch die meisten Veränderungsvorhaben von oben aus und nicht von der Basis. 'Das Topmanagement reagiert damit vor allem auf Druck von außen', konstatiert Forchhammer. Die größten Treiber für Veränderung sind der Studie zufolge die Globalisierung, die Digitalisierung sowie der demografische Wandel. Bei aller Zustimmung zur Sinnhaftigkeit von Change-Vorhaben: Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer ist der Meinung, dass die Kultur in ihrem Unternehmen den nötigen Wandel eher erschwert als erleichtert. Beklagt wird vor allem der Umgang mit Konflikten, mit Zeit und Ressourcen sowie mit Macht und Hierarchien.
Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 215, Februar 2016
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