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Unternehmer und Überstunden

Sorry Schatz, die Firma braucht mich!

Jeder zweite deutsche Unternehmer hat schon einmal aus beruflichen Gründen ein Date abgesagt. Jeder fünfte hat wegen der Arbeit bei einem Familiengeburtstag gefehlt. Und auf Urlaub hat im vergangenen Jahr ebenfalls jeder fünfte Firmenchef komplett verzichtet. Dieses stressreiche Bild vom Unternehmeralltag geht aus einer Umfrage hervor, die die Softwarefirma Sage erstellen ließ. Befragt wurden 2.600 Chefs kleiner und mittelgroßer Betriebe aus elf Ländern, darunter 200 Unternehmer aus Deutschland. Glaubt man der Erhebung, stellen die Firmenbosse ihre Angehörigen mit ihrem Workaholismus auf eine harte Probe. 36 Prozent gaben sogar offen zu Protokoll, grundsätzlich bereit zu sein, zugunsten der Arbeit Abstriche bei der Familienzeit zu machen. So arbeiten die meisten Unternehmer beispielsweise auch dann fleißig weiter, wenn sie sich ausnahmsweise doch mal einen Urlaub gönnen: Jeder Zehnte widmet in den Ferien sogar zwischen zehn und zwanzig Wochenstunden seiner Firma; bei jedem Dritten sind es bis zu fünf Stunden. Freunde und Familienangehörige müssen zudem damit rechnen, dass der Unternehmer auch beim Supermarkt­einkauf oder – in jedem zehnten Fall – während der Geburtstagsfeier des Kindes geschäftliche Anrufe entgegennimmt. Ob es an Realitätsverzerrung liegt oder daran, dass sie tatsächlich verständnisvolle Angehörige und Freunde haben: Die meisten Unternehmer meinen trotz allem, dass die Vielarbeiterei ihren Beziehungen nicht schadet. Nur jeder Sechste sieht hier Schwierigkeiten.
Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 215, Februar 2016
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