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Unternehmenserfolg

Deutsche Führungskräfte mit am pessimistischsten

In Zeiten der Veränderung und Ungewissheit den Kopf oben behalten? Optimistisch in die Zukunft schauen? Wie man das hinbekommt, können sich deutsche Fach- und Führungskräfte zum Beispiel bei ihren Kollegen in Spanien abschauen. Laut einer Erhebung der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry Hay Group in 23 europäischen Ländern blicken die Spanier nämlich trotz der jüngst wirtschaftlich brisanten Lage in ihrem Land weit zuversichtlicher in die Zukunft als die Deutschen. So gehen 72 Prozent der spanischen Fach- und Führungskräfte davon aus, dass ihr Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgreich am Markt agieren wird. In Deutschland sind nur 63 Prozent so zuversichtlich. Noch pessimistischer als die Deutschen sind bloß die Belgier, Franzosen und Österreicher.
Auch wenn es nicht um den Erfolg an sich, sondern um Faktoren geht wie die Fähigkeit, Talente zu finden und zu binden oder die Fähigkeit, Ursachen für schlechte Unternehmensleistung zu beheben, blasen die deutschen Befragten mehrheitlich eher Trübsal, sehen ihre Firma nicht gut aufgestellt. 'Und das, obwohl auch deutschen Unternehmen durch Digitalisierung, verkürzte Produktionszyklen und disruptive Geschäftsmodelle weitere große Veränderungen bevorstehen', kommentiert Mandy Rehmann. Die Chefin der Employee Survey Research Division bei der Korn Ferry Hay Group ist überzeugt: 'Dazu bedarf es Mitarbeiter, die in diesen Transformationen die Chancen erkennen und gezielt für ihr Unternehmen nutzen. Viele scheinen aber eher Angst zu haben. Anstatt Veränderung als eine Spielwiese zu begreifen, auf der sie sich – bildlich gesprochen – austoben dürfen, reagieren sie gehemmt auf alles, was neu ist.' Solle der Change gelingen, brauche es jedoch vor allem eine optimistische Einstellung der Mitarbeiter. 'Ansonsten', warnt Rehmann, 'drohen handfeste Nachteile gegenüber dem europäischen Wettbewerb.'

So viele Fach- und Führungskräfte glauben an den Erfolg ihres Unternehmens in den nächsten zwei bis drei Jahren

71 – 88% 
Kroatien, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich (Großbritannien u. Nordirland) 

65 – 70%
Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich 

65%
Finnland, Irland, Polen, Portugal 

Quelle: Korn Ferry Hays Group, 2017. Beruhend auf Analysen von Datensätzen von rund 1,4 Millionen Fach- und Führungskräften aus 23 europäischen Ländern. Grafik: Katharina Langfeldt; © www.managerseminare.de
Autor(en): Sylvia Jumpertz
Quelle: managerSeminare 229, April 2017
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