Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Minderleister raus!

Umgang mit C-Mitarbeitern

Leistungsschwache oder unmotivierte Mitarbeiter schädigen Unternehmen langfristig. In Deutschland verharren die Low Performer dennoch meistens auf ihren Arbeitsplätzen: Sie werden durchgeschleppt oder erst nach langer Geduldsprobe freigesetzt. Das ist ein großer Fehler, meint Jörg Knoblauch. Der Personalguru mit einem Aufruf zu mehr Härte im Personalmanagement.


kostenfrei für Abonnenten
von managerSeminare
komplette Ausgabe
als ePaper: 9,80 EUR

Wenn eine Produktionslinie mehr Geld kostet als sie einbringt und das über Jahre hinweg, schafft der Controller sie ab. Wenn Rohstoffe oder Arbeitskräfte zu teuer werden, wechselt der Stratege sie aus oder verlagert die Produktion ins kostengünstige Ausland. Das ist unternehmerisches Denken. Um das eigene Überleben zu sichern, müssen Strukturen schlank und Kosten niedrig ausfallen. Diesen Punkten stimmt jeder Manager zu.

Wie kommt es dann aber, dass hierzulande unproduktive Angestellte, so genannte C-Mitarbeiter, in vielen mittelständischen Unternehmen laut dem internationalen Marktforschungsinstitut Gallup im Durchschnitt 23 Prozent der Betriebsangehörigen stellen? Eine Antwort liegt in unserer Sozialisation. In Deutschland ist es verpönt, Leistung offensiv in den Vordergrund zu stellen. Das erfahren wir bereits im Schulalter: Während in den USA schon gute Schüler mit Auszeichnungen und Anerkennung belohnt werden, fürchten sich laut dem Magazin Focus zwei Drittel der Einserschüler der Bundesrepublik davor, von den Klassenkameraden wegen ihrer Leistungen gemieden zu werden.

Wer Leistung fordert, macht sich verdächtig. Der im 19. Jahrhundert aufgekommene, bis heute anhaltende Irrtum, Leistungsforderung ginge Hand in Hand mit Ausbeutung, ist der Grund dafür, dass Betriebsräte und Arbeitsgerichte heutzutage alle Hände voll zu tun haben. Ständig wird geprüft, ob dieser oder jener Arbeitnehmer auch angemessen behandelt worden ist. Das schüchtert Vorgesetzte ein – mit dem Ergebnis: Vorgesetzte stellen leistungsschwache Mitarbeiter nicht nur ein, sondern beschäftigen diese auch jahrelang weiter.

Extras:

  • Vom Einstellungsprozess bis zur Roten Karte: 10 Tipps für den Umgang mit C-Mitarbeitern
  • In neun Stufen zum A-Mitarbeiter: Wie Sie über das Personalauswahlverfahren sicherstellen, C-Mitarbeiter frühzeitig zu identifizieren
  • Service: Kurzrezensionen zweier Bücher von Jörg Knoblauch zum Thema Personalmanagement und Personalrekrutierung sowie Hinweis auf seine Personaltoolbox und auf eine Webseite mit einem Leistungsbeurteilungsbogen und Musterbriefen

Autor(en): Jörg Knoblauch
Quelle: managerSeminare 150, September 2010, Seite 70 - 75 , 25096 Zeichen

ANZEIGE

Suche im Archiv

Weitere Informationen zum Thema


© 1996-2018, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier