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Umfrage zu Existenzgründungen

Trotz Selbstbewusstsein Angst vorm Scheitern

US-Amerikaner gründen bekanntlich häufiger als Deutsche – das liegt aber nicht etwa am geringeren Selbstbewusstsein der Deutschen, wie eine Studie mit mehr als 2.000 Teilnehmern zeigt. Dieser zufolge trauen sich tatsächlich sogar mehr Deutsche als US-Amerikaner grundsätzlich zu, ein Unternehmen zu gründen. Dass viele es trotzdem nicht tun, liegt für 72 Prozent der befragten Deutschen am fehlenden Kapital, zu großen bürokratischen Hürden (70 Prozent) sowie der generellen Angst vor dem Scheitern (54 Prozent) und fehlenden Sicherheiten (52 Prozent).

Um das Gründertum in Deutschland zu fördern, hat die Uni Kassel im Februar 2015 das Zentrum für unternehmerisches Denken und Handeln eröffnet. Vertreter der Fach­bereiche Entrepreneurship Education, Psychologie unternehmerischen Handelns, Wirtschaftspsychologie und -didaktik verfolgen dort das gemeinsame Forschungsziel, den Schlüsselkompetenzen unternehmerischen Denkens und Handelns auf die Spur zu kommen. Zentrale Fragen dabei sind: Welche Eigenschaften fördern die Bereitschaft zur Existenzgründung? Welche Rahmenbedingungen unterstützen eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung? Für Gründungswillige bietet das Zentrum Ideenwerkstätten, Workshops und Seminare, in denen sie an ihren Projektideen und Gründungsvorhaben arbeiten können. Unterstützt werden sie dabei von Coachs, die sie in Fragen zu Patentmanagement und Existenzgründung beraten.
Autor(en): (fin)
Quelle: managerSeminare 205, April 2015
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